Irgendwann zwischen acht und elf war dieser Kuchen mein Lieblingskuchen. Er ist durch die viele Preiselbeermarmelade unglaublich süß, jedenfalls zu süß für meinen Geschmack, aber die kühle Sahne obendrauf federt den Zuckerfaustschlag ins Gesicht schön ab. Sie war der Kuchen meiner Mutter, der einer Torte vielleicht am nächsten kam zu dieser Zeit.
Zutaten:
* 100 g weiche Butter
* 100 g Zucker
* 3 Eigelb
* 3 Eiweiß (mit anderen Worten, drei große, getrennte Eier)
* 2 Teel. Kakao
* 60 g Kaba (den Menschen ohne Kinder selten im Haus haben, Ovomaltine geht auch, und was nicht ist, kann ja noch werden...)
* 100 g gemahlene Haselnüsse
* 1 Teel. Backpulver
* 100 g Mehl
* 1 Glas eingemachte Preiselbeeren
* 400 ml Sahne, geschlagen
* Schokoraspeln (die aus bitterer Schokolade, die immer so weißlich anlaufen, nicht die glasierten Streusel)
Den Ofen auf 180° vorheizen, eine Springform fetten und mehlen.
Eiweiß sehr steif schlagen, die übrigen Zutaten von der Liste bis Mehl glattrühren. Eischnee unterheben. In der Springform 1/2 Stunde backen. (Die Backzeiten meiner Mutter kommen mir immer ein bisschen lang vor, ich würde nach 20 Minuten zum ersten Mal gucken, ob ein reingestecktes Stäbchen sauber bleibt.)
Auf dem abgekühlten, aus der Form gelösten Kuchen ein Glas Preiselbeeren verstreichen (nur oben, nicht auf den Seiten). Die Sahne darauf verteilen, nicht zu glatt streichen, sie sieht hübscher und wolkiger aus, wenn sie noch Zipfel und Täler bildet. Dann nach Geschmack Schokoraspeln darauf verteilen.
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Sonntag, 20. Januar 2013
Samstag, 19. Januar 2013
Russischer Apfelkuchen
Wieso russisch? Keine Ahnung. Er schmeckt jedenfalls schön winterlich-apfelig. Noch warm ist er sehr lecker mit einer Kugel Vanilleeis dazu, aber noch lieber mag ich ihn mit leicht süßer Schlagsahne.
Zutaten:
* 250 g weiche Butter
* 200 g Zucker
* 3 große Eier
* 1 EL Kakao
* 1 Teel Zimt
* 125 g gemahlene Haselnüsse
* 250 g Mehl
* 1 Päckchen Backpulver
* 3-6 mürbe Äpfel (ich nehme immer 5)
* 1-2 Schnapsgläschen brauner Rum, Brandy oder Calvados
Die Äpfel schälen, entkernen, würfeln und mit dem Rum vermischen. Ziehen lassen (am besten eine Stunde). Den Ofen auf 200° vorheizen. Alle übrigen Zutaten zu einem glatten Teig verrühren. Eine Springform mit Butter (z.B. aus dem Butterpapier) oder etwas Öl einfetten. Die Äpfel vorsichtig darunter heben, in die Form füllen, ca. 1 Stunde backen. Mit Puderzucker bestäuben.
ACHTUNG: Der Kuchen wird leicht zu dunkel. Wenn das passiert bevor er fertig ist, mit Backpapier abdecken und weiterbacken. Und nach 45 Minuten zum ersten Mal Stäbchenprobe, vielleicht ist er auch früher fertig.
Zutaten:
* 250 g weiche Butter
* 200 g Zucker
* 3 große Eier
* 1 EL Kakao
* 1 Teel Zimt
* 125 g gemahlene Haselnüsse
* 250 g Mehl
* 1 Päckchen Backpulver
* 3-6 mürbe Äpfel (ich nehme immer 5)
* 1-2 Schnapsgläschen brauner Rum, Brandy oder Calvados
Die Äpfel schälen, entkernen, würfeln und mit dem Rum vermischen. Ziehen lassen (am besten eine Stunde). Den Ofen auf 200° vorheizen. Alle übrigen Zutaten zu einem glatten Teig verrühren. Eine Springform mit Butter (z.B. aus dem Butterpapier) oder etwas Öl einfetten. Die Äpfel vorsichtig darunter heben, in die Form füllen, ca. 1 Stunde backen. Mit Puderzucker bestäuben.
ACHTUNG: Der Kuchen wird leicht zu dunkel. Wenn das passiert bevor er fertig ist, mit Backpapier abdecken und weiterbacken. Und nach 45 Minuten zum ersten Mal Stäbchenprobe, vielleicht ist er auch früher fertig.
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Quark-Überraschungskuchen
Die extrem unspektakuläre ÜBERRASCHUNG!!! besteht darin, dass Mandarinchen im Kuchen versteckt sind. Dieser Kuchen war immer der Geburtstagskuchen meines Bruders: Rüblitorte für mich, Quark-Überraschungskuchen für ihn. Heute würde ich das umgekehrt machen. Dosenmandarinen sind eine Zutat, die man sonst immer nur in den Einkaufswagen von Greisinnen sieht (den gleichen, die auch geschälte Kartoffeln im Glas und Erbswurst kaufen), aber während man mich vermutlich nie eingemachte Kartoffeln kaufen sehen wird, sind die Mandarinchen eigentlich ziemlich lecker und ausdrücklich KEINE Notfall-Alternative zu frischen Mandarinen (die meistens nach gar nichts schmecken und voller Kerne sind).
Backofen auf 180-190° vorheizen.
Zutaten:
250 g Mehl
125 g Butter (Zimmertemperatur)
100 g Zucker
1 Ei
Zu einem Mürbeteig verkneten, den Boden und Rand einer gefetteten Springform damit auslegen. Das kann man elegant machen - 2/3 Teig zu einer runden Scheibe ausrollen, auf den Boden legen, Rest zu einem langen Streifen ausrollen und an den Rand drücken - oder, so wie ich, einfach Teigstück für Teigstück mit den Händen andrücken.
500 g Magerquark
80 g geschmolzene und leicht abgekühlte Butter
175 g Zucker
1 Vanillezucker
5 Eier, getrennt - dabei 1 Eigelb beiseite stellen
2 EL Mondamin (oder andere Speisestärke, hier ist NICHT der Fix-Saucen-Binder gemeint. Und ja, Mondamin ist schon wieder eine Zutat, die sonst nur Greisinnen kaufen. Betrachten wir diesen Kuchen als Preview auf Supermarktgänge im hohen Alter.)
1 Dose Mandarinen, abgetropft
Quark, Butter, Zucker, Vanillezucker, Mondamin und 4 Eigelb verrühren. 5 Eiweiß zu Eischnee schlagen, unterheben. Abgetropfte Mandarinchen dazu, alles zusammen in die ausgelegte Springform geben. Mit dem übrigen Eigelb bestreichen, 50-60 min. backen.
Backofen auf 180-190° vorheizen.
Zutaten:
250 g Mehl
125 g Butter (Zimmertemperatur)
100 g Zucker
1 Ei
Zu einem Mürbeteig verkneten, den Boden und Rand einer gefetteten Springform damit auslegen. Das kann man elegant machen - 2/3 Teig zu einer runden Scheibe ausrollen, auf den Boden legen, Rest zu einem langen Streifen ausrollen und an den Rand drücken - oder, so wie ich, einfach Teigstück für Teigstück mit den Händen andrücken.
500 g Magerquark
80 g geschmolzene und leicht abgekühlte Butter
175 g Zucker
1 Vanillezucker
5 Eier, getrennt - dabei 1 Eigelb beiseite stellen
2 EL Mondamin (oder andere Speisestärke, hier ist NICHT der Fix-Saucen-Binder gemeint. Und ja, Mondamin ist schon wieder eine Zutat, die sonst nur Greisinnen kaufen. Betrachten wir diesen Kuchen als Preview auf Supermarktgänge im hohen Alter.)
1 Dose Mandarinen, abgetropft
Quark, Butter, Zucker, Vanillezucker, Mondamin und 4 Eigelb verrühren. 5 Eiweiß zu Eischnee schlagen, unterheben. Abgetropfte Mandarinchen dazu, alles zusammen in die ausgelegte Springform geben. Mit dem übrigen Eigelb bestreichen, 50-60 min. backen.
Nusskuchen mit Schokolade
Eigentlich dient dieser Blog weniger zur Vebreitung von leckeren Rezepten, er ist mehr meine private Rezept-Cloud. Ein Ort, an dem die vielen Zettelchen mit Rezepten endlich nicht mehr verloren gehen. Dieses Rezept ist eine der Existenzberechtigungen: es klingt nach nicht viel, aber der Zettel war jetzt fünf Jahre lang verloren und ist erst letzte Woche beim Aufräumen alter Umzugskisten wieder aufgetaucht. Er lag irgendwo zwischen alten Telefonrechnungen und Versicherungsverträgen, und in all der Zeit habe ich mich mindestens acht mal nach diesem Kuchen gesehnt: Nüsse, und dazwischen kleine Brocken dunkle Schokolade, die sich auch drei Tage nach dem Backen noch so anfühlen, als hätten sie sich frisch aus dem Ofen gerade erst auf Zimmertemperatur abgekühlt. Yeiiii, Internet!
Den Ofen auf 200° vorheizen.
100 g bittere Schokolade, grob (wirklich grob!) gehackt
250 g Zucker
250 g weiche Butter
4 Eier
250 g Mehl
3 Teel. Backpulver
250 g gemahlene Haselnüsse
zu einem Rührteig vermischen. Eine Kastenform mit dem Butterpapier ausfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Den Teig so lange Backen, bis ein Holzstäbchen, das man in den Kuchen steckt, nicht mehr schmierig wird.
Den Ofen auf 200° vorheizen.
100 g bittere Schokolade, grob (wirklich grob!) gehackt
250 g Zucker
250 g weiche Butter
4 Eier
250 g Mehl
3 Teel. Backpulver
250 g gemahlene Haselnüsse
zu einem Rührteig vermischen. Eine Kastenform mit dem Butterpapier ausfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Den Teig so lange Backen, bis ein Holzstäbchen, das man in den Kuchen steckt, nicht mehr schmierig wird.
Nusskranz
Noch einer der vielen Kuchen, die bei uns Zuhause mal in Mode waren und dann aus unerfindlichen Gründen nicht mehr. Der Kuchen ist ziemlich süß, aber ein Glas kalte Milch dazu ist wie immer das perfekte Gegengift.
Backofen auf 200° vorheizen.
Zutaten für den Teig:
300 g Mehl
2 TL Backpulver
100 g Zucker
1 Ei
2 EL Milch
125 g Butter
Zu einem Mürbeteig verkneten und zu einem Rechteck von 35 x 45 cm ausrollen. (Niemand muss sein Maßband herausholen, nur so übern Daumen.)
Zutaten für die Füllung:
200 g gemahlene Haselnüsse
100 g Zucker
4-5 Tropfen Bittermandelöl
1 Eiweiß
4-5 EL kaltes Wasser
Alle Zutaten vermischen, die Paste auf das Teig-Rechteck streichen, aufrollen und zum Kranz zusammenlegen. Mit dem Eigelb, das vom Eiweiß aus der Füllung übrig bleibt, bestreichen. 30-35 Minuten backen.
Backofen auf 200° vorheizen.
Zutaten für den Teig:
300 g Mehl
2 TL Backpulver
100 g Zucker
1 Ei
2 EL Milch
125 g Butter
Zu einem Mürbeteig verkneten und zu einem Rechteck von 35 x 45 cm ausrollen. (Niemand muss sein Maßband herausholen, nur so übern Daumen.)
Zutaten für die Füllung:
200 g gemahlene Haselnüsse
100 g Zucker
4-5 Tropfen Bittermandelöl
1 Eiweiß
4-5 EL kaltes Wasser
Alle Zutaten vermischen, die Paste auf das Teig-Rechteck streichen, aufrollen und zum Kranz zusammenlegen. Mit dem Eigelb, das vom Eiweiß aus der Füllung übrig bleibt, bestreichen. 30-35 Minuten backen.
Samstag, 13. März 2010
Donauwellen
Wer in den 70ern und 80ern in einer Kleinstadt aufgewachsen ist, kennt Donauwellen. Die meisten von uns haben sie seitdem aber leider nicht mehr gegessen. Dieser Kuchen ist wirklich kein bisschen raffiniert, elegant, interessant oder außergewöhnlich. Er ist einfach nur lecker, und es ist eine Menge davon da. Abgesehen von diesen beiden Vorteilen spricht für ihn, dass die dunkle, glänzende Schokoladenoberfläche zum Schluss eine tolle Dekorationsfläche hergibt (wir haben mal aus einer Donauwelle einen Gutschein für ein Take That-Konzert gemacht, KREISCH!), dass er einfach zu machen ist und dass er dank der Creme im Kühlschrank mehrere Tage lang lecker bleibt. Die Riesenmenge macht ihn außerdem zum perfekten Büro-Geburtstagskuchen. Ich muss aber warnen: wenn doch was übrig bleibt und man ihn einfriert, dann leidet die Schokoschicht darunter.
Meine Mutter hat irgendwann aufgehört, Donauwellen zu backen, weil ihr das zu viel Arbeit war. Ich verstehe zwar, was sie meint, aber zu viel Arbeit ist es eigentlich nicht, die Arbeit zieht sich nur leider ein bisschen. Wer in letzter Sekunde noch einen Geburtstagskuchen braucht, soll entweder einen kaufen oder Brownies backen, die gehen blitzschnell. Bei diesem Kuchen muss man erst die Teige backen, dann die Creme daraufstreichen und ganz zum Schluss den Schokoguss auftragen, und zwischen all diesen Schritten muss eine gewisse Zeit vergehen, sonst wird es nichts. Das kann schon mal sechs-sieben Stunden dauern.
Eine Frage, die ich bis jetzt noch nicht endgültig klären konnte, ist die: wohin mit dem übrigen Palmin? Ich habe sonst keine Verwendung dafür, und so viele Donauwellen backe ich nicht. Im Kühlschrank fängt es aber wie jedes Fett früher oder später an, nach Kühlschrank zu riechen. Kann man es einfrieren? Vielleicht versuche ich das mal.
ACHTUNG, Warnhinweis: die Zutaten sind diesmal über das ganze Rezept verteilt, weil ich keine Lust hatte, im Rezept zu erläutern, welche Butter und welcher Zucker gerade gemeint sind. Also erst das ganze Rezept lesen, die Kirschen nicht übersehen und dann einkaufen gehen!
Zutaten für den Teig:
250 Gramm weiche Butter
200 Gramm Zucker
6 Eier (Größe L)
350 Gramm Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
2 Eßlöffel Kakao
etwas Milch
Den Ofen auf 175° vorheizen. Ein möglichst tiefes Backblech mit Backpapier auslegen.
Alle Zutaten bis auf Milch und Kakao verrühren. Die Hälfte des Teiges auf das Backblech streichen, dann den restlichen Teig mit Milch und Kakao verrühren und auf dem hellen Teig verteilen. Falls der Teig von Anfang an ziemlich fest sein sollte, kann auch schon vor dem Kakao etwas Milch dazu. (Aber nicht zu viel, sonst schmeckt der Kuchen langweilig!)
2 große Gläser Sauerkirschen in einem Sieb abtropfen lassen, die Kirschen auf dem Teig verteilen und mit den Fingern ein bisschen festdrücken. Dann das Ganze 20 bis 30 Minuten backen, nach 15 Minuten die erste Stäbchenprobe! Das Blech auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. Die Creme darf erst darauf verteilt werden, wenn der Kuchen auf Zimmertemperatur ist!
Zutaten für die Creme:
1 1/2 Liter Milch
4 Päckchen Puddingpulver Vanille
250 Gramm Zucker
1 Prise Salz
500 Gramm Butter in Stücken
2 Portionsstücke Palmin
Den Pudding wie auf der Packung angegeben kochen, nur eben mit mehr Pudding - das heißt, wir rühren das Puddingpulver mit etwas Milch und dem Zucker und Salz an, kochen den Rest der Milch auf, nehmen sie von der Kochplatte, rühren den angerührten Pudding ein und lassen das Ganze noch mal aufkochen. So lange der Pudding noch warm ist, die Butter und das Palmin einrühren. (Ich werfe immer das Ganze einfach in den Topf und komme fünf Minuten später wieder, wenn es geschmolzen ist. Zum Durchrühren nehme ich dann einen Pürierstab oder den Handmixer, man dreht sonst durch, weil es ewig dauert, bis Fett und Pudding vermischt sind.) Jetzt die Creme auf den abgekühlten Kuchen streichen. Diesmal muss der Kuchen samt Creme sogar noch kälter werden, also entweder im Winter auf den Balkon damit, oder in den Kühlschrank. Ich weiß natürlich nicht, ob das bei euch auch so ist, aber bei mir passt ein Backblech genau quer in ein Kühlschrankfach.
Zutaten für den Guss:
2 Tafeln Halbbitter-Schokolade (und für diesen Kuchen müssen wir ausnahmsweise mal nicht die feine 70%-Lindt kaufen, normale Zartbitter tut es auch)
1 Tafel Vollmilchschokolade
drei Portionsstückchen Palmin
Alle Zutaten zusammen schmelzen. (Ums Schokoladeschmelzen wird sonst viel Wirbel gemacht. Mir ist noch nie Schokolade angebrannt, und ich gehe manchmal sogar telefonieren, während sie auf dem Herd steht. Wenn Fett zusammen mit Schokolade schmilzt, ist es aber, so weit ich weiß, noch weniger brenzlig. Also nichts mit Wasserbad oder so, sondern nehmt einfach einen Kochtopf dafür und lasst die Temperatur möglichst niedrig. Alles wird gut.) Die dunkle, glänzende Mischung bis auf Handwärme abkühlen lassen (also so lange, bis ihr einen Finger reinstecken könnt und es sich nur noch lauwarm anfühlt). Das ist deshalb wichtig, weil sich sonst die heiße Schokolade mit der Creme vermischt und der Guss nicht schön glatt und dunkel, sondern marmoriert aussehen würde. Die handwarme Glasur auf dem Kuchen verteilen, kalt stellen. Wenn der Kuchen samt Glasur richtig kalt ist, könnt ihr die Oberfläche noch dekorieren: mit Zuckerschrift, mit Kerzen, mit...
Meine Mutter hat irgendwann aufgehört, Donauwellen zu backen, weil ihr das zu viel Arbeit war. Ich verstehe zwar, was sie meint, aber zu viel Arbeit ist es eigentlich nicht, die Arbeit zieht sich nur leider ein bisschen. Wer in letzter Sekunde noch einen Geburtstagskuchen braucht, soll entweder einen kaufen oder Brownies backen, die gehen blitzschnell. Bei diesem Kuchen muss man erst die Teige backen, dann die Creme daraufstreichen und ganz zum Schluss den Schokoguss auftragen, und zwischen all diesen Schritten muss eine gewisse Zeit vergehen, sonst wird es nichts. Das kann schon mal sechs-sieben Stunden dauern.
Eine Frage, die ich bis jetzt noch nicht endgültig klären konnte, ist die: wohin mit dem übrigen Palmin? Ich habe sonst keine Verwendung dafür, und so viele Donauwellen backe ich nicht. Im Kühlschrank fängt es aber wie jedes Fett früher oder später an, nach Kühlschrank zu riechen. Kann man es einfrieren? Vielleicht versuche ich das mal.
ACHTUNG, Warnhinweis: die Zutaten sind diesmal über das ganze Rezept verteilt, weil ich keine Lust hatte, im Rezept zu erläutern, welche Butter und welcher Zucker gerade gemeint sind. Also erst das ganze Rezept lesen, die Kirschen nicht übersehen und dann einkaufen gehen!
Zutaten für den Teig:
250 Gramm weiche Butter
200 Gramm Zucker
6 Eier (Größe L)
350 Gramm Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
2 Eßlöffel Kakao
etwas Milch
Den Ofen auf 175° vorheizen. Ein möglichst tiefes Backblech mit Backpapier auslegen.
Alle Zutaten bis auf Milch und Kakao verrühren. Die Hälfte des Teiges auf das Backblech streichen, dann den restlichen Teig mit Milch und Kakao verrühren und auf dem hellen Teig verteilen. Falls der Teig von Anfang an ziemlich fest sein sollte, kann auch schon vor dem Kakao etwas Milch dazu. (Aber nicht zu viel, sonst schmeckt der Kuchen langweilig!)
2 große Gläser Sauerkirschen in einem Sieb abtropfen lassen, die Kirschen auf dem Teig verteilen und mit den Fingern ein bisschen festdrücken. Dann das Ganze 20 bis 30 Minuten backen, nach 15 Minuten die erste Stäbchenprobe! Das Blech auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. Die Creme darf erst darauf verteilt werden, wenn der Kuchen auf Zimmertemperatur ist!
Zutaten für die Creme:
1 1/2 Liter Milch
4 Päckchen Puddingpulver Vanille
250 Gramm Zucker
1 Prise Salz
500 Gramm Butter in Stücken
2 Portionsstücke Palmin
Den Pudding wie auf der Packung angegeben kochen, nur eben mit mehr Pudding - das heißt, wir rühren das Puddingpulver mit etwas Milch und dem Zucker und Salz an, kochen den Rest der Milch auf, nehmen sie von der Kochplatte, rühren den angerührten Pudding ein und lassen das Ganze noch mal aufkochen. So lange der Pudding noch warm ist, die Butter und das Palmin einrühren. (Ich werfe immer das Ganze einfach in den Topf und komme fünf Minuten später wieder, wenn es geschmolzen ist. Zum Durchrühren nehme ich dann einen Pürierstab oder den Handmixer, man dreht sonst durch, weil es ewig dauert, bis Fett und Pudding vermischt sind.) Jetzt die Creme auf den abgekühlten Kuchen streichen. Diesmal muss der Kuchen samt Creme sogar noch kälter werden, also entweder im Winter auf den Balkon damit, oder in den Kühlschrank. Ich weiß natürlich nicht, ob das bei euch auch so ist, aber bei mir passt ein Backblech genau quer in ein Kühlschrankfach.
Zutaten für den Guss:
2 Tafeln Halbbitter-Schokolade (und für diesen Kuchen müssen wir ausnahmsweise mal nicht die feine 70%-Lindt kaufen, normale Zartbitter tut es auch)
1 Tafel Vollmilchschokolade
drei Portionsstückchen Palmin
Alle Zutaten zusammen schmelzen. (Ums Schokoladeschmelzen wird sonst viel Wirbel gemacht. Mir ist noch nie Schokolade angebrannt, und ich gehe manchmal sogar telefonieren, während sie auf dem Herd steht. Wenn Fett zusammen mit Schokolade schmilzt, ist es aber, so weit ich weiß, noch weniger brenzlig. Also nichts mit Wasserbad oder so, sondern nehmt einfach einen Kochtopf dafür und lasst die Temperatur möglichst niedrig. Alles wird gut.) Die dunkle, glänzende Mischung bis auf Handwärme abkühlen lassen (also so lange, bis ihr einen Finger reinstecken könnt und es sich nur noch lauwarm anfühlt). Das ist deshalb wichtig, weil sich sonst die heiße Schokolade mit der Creme vermischt und der Guss nicht schön glatt und dunkel, sondern marmoriert aussehen würde. Die handwarme Glasur auf dem Kuchen verteilen, kalt stellen. Wenn der Kuchen samt Glasur richtig kalt ist, könnt ihr die Oberfläche noch dekorieren: mit Zuckerschrift, mit Kerzen, mit...
Donnerstag, 18. Februar 2010
Kirschplotzer (auch Hotzenplotz genannt)
Es gibt ein paar wirklich scheußliche Gerichte, die für mich für immer untrennbar mit Studenten verbunden sein werden. Als ich studiert habe, hatten Studenten z.B. die Angewohnheit, sich gegenseitig einzuladen zu selbstgebackener Pizza. Zentimeterdicker, fader blöder Teig, bedeckt von salzloser Tomatensauce, kiloweise Gouda, Mais, Broccoli und Salami. Nicht schön, gar nicht schön. Ich hatte damals eine Mitbewohnerin aus dem Hotzenwald (wie sie mir erklärt hat, ist das so ziemlich die finsterste Gegend des Schwarzwaldes), die meistens vegetarische Pasten für sich und ihren Freund zusammenrührte. Aber ab und zu machte sie auch diesen Kirschplotzer. Ich habe irgendwann angefangen, ein bisschen an dem Rezept zu schrauben, die Mandelstifte oder den Kakao hat sie z.B. nicht reingetan. Auch dieser Kuchen war eine ganze Weile lang der Stammgeburtstagskuchen, zumindest in der großen WG. Was auf jeden Fall für ihn sprach, war, dass man ihn zu jeder Jahreszeit und aus Zutaten machen konnte, die man auf Vorrat anschaffen kann - gut für Menschen, die gerne mal den ganzen Tag im Schlafanzug verbringen und denen nicht zugemutet werden kann, sich nur für einen Sprint zum Supermarkt anzuziehen. Außerdem kann man ihn notfalls im Halbschlaf backen, und er schmeckt wirklich, wirklich gut.
Ich habe ein paar mal davon gehört, dass es unter dem Namen Kirschplotzer auch einen süßen, warmen Auflauf mit Kirschen gibt. Wer weiß, vielleicht finde ich eines Tages mehr darüber raus? Hier ist jetzt jedenfalls erst mal der Kuchen. (Obwohl ich nichts gegen süße Aufläufe habe, gibt es in meinem Leben trotzdem mehr Verwendung für Kuchen. Ich glaube, den meisten geht es genau so.)
Zutaten:
200 Gramm weiche Butter (plus ein bisschen für die Form)
180 Gramm Zucker
4 große Eier
100 Gramm Blockschokolade
125 Gramm gemahlene Haselnüsse
1 Teelöffel Zimt
2 Eßlöffel Kakao
1 Prise Salz
140 Gramm Mehl
1 Teelöffel Backpulver
1 halbes Tütchen Mandelsplitter
1 großes Glas Schattenmorellen, abgetropft
Puderzucker zum Dekorieren
Den Ofen auf 180° vorheizen (Ober- und Unterhitze).
Butter und Zucker cremig verrühren, die Eier nacheinander dazurühren. Die Blockschokolade mit einem großen Messer in grobe Stückchen hacken, Schokolade, Nüsse, Zimt, Kakao, Salz und Mandelsplitter unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen, als letztes dazu. Wenn der Teig zu fest ist, kann auch noch ein kleiner Schuss Milch helfen.
Eine Springform mit Butter ausfetten. 2/3 des Teiges darin verstreichen, die Kirschen darauf verteilen und leicht in den Teig drücken. Dann den restlichen Teig darüberstreichen. Es macht überhaupt nichts, wenn einzelne Kirschen noch herauslugen!
Dann den Kuchen ca. 45 Minuten backen, nach 40 Minuten die erste Stäbchenprobe. (Ich habe auch schon Öfen erlebt, in denen der Kuchen fast eine Stunde gebraucht hat.)
Wenn der Kuchen abgekühlt ist, aus der Form lösen und mit Puderzucker bestäuben.
Ich habe ein paar mal davon gehört, dass es unter dem Namen Kirschplotzer auch einen süßen, warmen Auflauf mit Kirschen gibt. Wer weiß, vielleicht finde ich eines Tages mehr darüber raus? Hier ist jetzt jedenfalls erst mal der Kuchen. (Obwohl ich nichts gegen süße Aufläufe habe, gibt es in meinem Leben trotzdem mehr Verwendung für Kuchen. Ich glaube, den meisten geht es genau so.)
Zutaten:
200 Gramm weiche Butter (plus ein bisschen für die Form)
180 Gramm Zucker
4 große Eier
100 Gramm Blockschokolade
125 Gramm gemahlene Haselnüsse
1 Teelöffel Zimt
2 Eßlöffel Kakao
1 Prise Salz
140 Gramm Mehl
1 Teelöffel Backpulver
1 halbes Tütchen Mandelsplitter
1 großes Glas Schattenmorellen, abgetropft
Puderzucker zum Dekorieren
Den Ofen auf 180° vorheizen (Ober- und Unterhitze).
Butter und Zucker cremig verrühren, die Eier nacheinander dazurühren. Die Blockschokolade mit einem großen Messer in grobe Stückchen hacken, Schokolade, Nüsse, Zimt, Kakao, Salz und Mandelsplitter unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen, als letztes dazu. Wenn der Teig zu fest ist, kann auch noch ein kleiner Schuss Milch helfen.
Eine Springform mit Butter ausfetten. 2/3 des Teiges darin verstreichen, die Kirschen darauf verteilen und leicht in den Teig drücken. Dann den restlichen Teig darüberstreichen. Es macht überhaupt nichts, wenn einzelne Kirschen noch herauslugen!
Dann den Kuchen ca. 45 Minuten backen, nach 40 Minuten die erste Stäbchenprobe. (Ich habe auch schon Öfen erlebt, in denen der Kuchen fast eine Stunde gebraucht hat.)
Wenn der Kuchen abgekühlt ist, aus der Form lösen und mit Puderzucker bestäuben.
Dienstag, 2. Februar 2010
Jensentorte
Eine Torte ist so ziemlich das Letzte, was ich normalerweise backen würde. Und dann auch noch eine, die aus verschiedenen Sorten Teig besteht. Dieses Rezept dürfte also eigentlich gar nicht hier stehen. Aber mein Pech ist, dass ich die Torte gegessen habe, bevor ich sie selbst backen musste, und jetzt weiß ich, wie sie schmeckt, und muss mich deshalb ab und zu dazu zwingen, mich mit Baiser und Schichten und zwei Springformen abzuplagen. Außerdem enthält diese Torte Stachelbeeren, dann bin ich sowieso machtlos. Lasst uns also für ein paar Stunden so tun, als würden wir ein Leben führen, in dem Tischdecken, Kuchengabeln, Tortenplatten und Sonntagsgeschirr eine Rolle spielen.
Zutaten für die Rührteigböden:
100 g zimmerwarme, weiche Butter
100 g Zucker
150 g Mehl
1 Vanillezucker
1 Teel. Backpulver
4 Eigelb
Den Ofen auf 175° (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verrühren, auf zwei gefettete und gemehlte Springformen verteilen. Noch nicht in den Ofen, sondern erst das Baiser zubereiten.
Zutaten für Baiser:
4 Eiweiße
150 g Zucker
Prise Salz
1 Päckchen gehobelte Mandeln
Die Eiweiße mit Zucker und Salz sehr steif schlagen. Auf die beiden Rührteig-Böden streichen, mit Mandelblättchen bestreuen, das Ganze bei 175° 30 Minuten backen. Nach kurzem Abkühlen den einen der Böden in 16 Tortenstücke vorschneiden.
Den anderen Boden vorsichtig umdrehen, so dass die Mandeln nach unten zeigen.
Zutaten zum Füllen:
1-2 Gläser abgetropfte, eingemachte Stachelbeeren (je nach Größe der Gläser)
1/4 Liter von dem aufgefangenen Stachelbeersaft
hellen Tortenguss
1/2 Liter Schlagsahne
Sahnesteif
Die Sahne mit dem Sahnesteif schlagen. Den Stachelbeersaft mit Tortenguss so andicken, wie es auf der Tortengusspackung steht. Die abgetropften Stachelbeeren auf den umgedrehten Boden verteilen, darauf den Tortenguss. Dann vorsichtig die steifgeschlagene Sahne darauf verteilen. Jetzt die 16 vorgeschnittenen Tortenstücke mit den Mandeln nach oben darauf setzen.
Ein Berg von einer Torte! Am Besten eine Ablage aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Platz darin hat!
Zutaten für die Rührteigböden:
100 g zimmerwarme, weiche Butter
100 g Zucker
150 g Mehl
1 Vanillezucker
1 Teel. Backpulver
4 Eigelb
Den Ofen auf 175° (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Alle Zutaten zu einem glatten Teig verrühren, auf zwei gefettete und gemehlte Springformen verteilen. Noch nicht in den Ofen, sondern erst das Baiser zubereiten.
Zutaten für Baiser:
4 Eiweiße
150 g Zucker
Prise Salz
1 Päckchen gehobelte Mandeln
Die Eiweiße mit Zucker und Salz sehr steif schlagen. Auf die beiden Rührteig-Böden streichen, mit Mandelblättchen bestreuen, das Ganze bei 175° 30 Minuten backen. Nach kurzem Abkühlen den einen der Böden in 16 Tortenstücke vorschneiden.
Den anderen Boden vorsichtig umdrehen, so dass die Mandeln nach unten zeigen.
Zutaten zum Füllen:
1-2 Gläser abgetropfte, eingemachte Stachelbeeren (je nach Größe der Gläser)
1/4 Liter von dem aufgefangenen Stachelbeersaft
hellen Tortenguss
1/2 Liter Schlagsahne
Sahnesteif
Die Sahne mit dem Sahnesteif schlagen. Den Stachelbeersaft mit Tortenguss so andicken, wie es auf der Tortengusspackung steht. Die abgetropften Stachelbeeren auf den umgedrehten Boden verteilen, darauf den Tortenguss. Dann vorsichtig die steifgeschlagene Sahne darauf verteilen. Jetzt die 16 vorgeschnittenen Tortenstücke mit den Mandeln nach oben darauf setzen.
Ein Berg von einer Torte! Am Besten eine Ablage aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Platz darin hat!
Freitag, 29. Januar 2010
Birnenkuchen
Diesen Kuchen hat meine Mutter eine Weile lang fast jeden Sonntag gemacht, dann ist er nach drei Monaten komplett aus ihrem Repertoire verschwunden. Ich habe auch nicht mehr an ihn gedacht, bis ich irgendwann an einem verregneten Sonntag auf Heimaturlaub ihre alte Rezeptmappe durchgeguckt habe. Jetzt kann ich nicht mehr verstehen, wo der Birnenkuchen die ganze Zeit gewesen ist, denn er ist kaum schwerer zu machen als eine Tiefkühlpizza und hat die perfekte Größe für einen verbummelten Kuchentag zu zweit oder zu dritt. Noch ein dicker Vorteil: er funktioniert genau so gut mit den steinharten, unreifen und durch keine noch so lange Zeit im Obstkorb zu erweichenden Birnen, die leider inzwischen die Birnenmehrheit an sich gerissen haben.
Zutaten:
300 Gramm Tiefkühl-Blätterteig
200 Gramm Marzipan
1 Eigelb
750 g Birnen
50 Gramm Aprikosenmarmelade
Den Blätterteig auftauen lassen (das dauert nicht lang, vielleicht 20 Minuten). Währenddessen den Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 200° vorheizen. Eine Pieform (wer keine hat, kann auch eine Pfanne mit Metallstiel, ein Pizzablech oder eine kleine, rundliche Auflaufform nehmen) ausfetten, den Teig auf die Größe der Form ausrollen und in die Form legen, dabei einen kleinen Rand formen (vielleicht einen Zentimeter hoch). Den Boden ein paar mal mit einer Gabel einstechen, das verhindert, dass er beim Backen große Blasen bildet und zur Mondlandschaft wird. Die Birnen schälen, längs in Spalten schneiden und Kerngehäuse herausschneiden. Das Marzipan mit dem Eigelb verrühren und verkneten, auf den Boden streichen. Die Birnenspalten fächerförmig darauflegen (sieht jetzt schon sehr nach französischer Landbäckerei aus, oder?), im Ofen backen, bis der Teig schön goldbraun geworden ist. Das dauert nicht lang und geht vor allem dann plötzlich ganz schnell, also in der Nähe bleiben! Wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt, die Aprikosenmarmelade in einem kleinen Topf erhitzen und auf den noch warmen Kuchen streichen.
Dazu passt nicht ganz steif geschlagene Sahne, aber in diesem Fall den Zucker in der Sahne lieber weglassen, sonst wird das Ganze zu süß! Falls der Kuchen heiß gegessen wird, könnte man natürlich auch über Eis nachdenken. Wenigstens nachdenken wird hoffentlich erlaubt sein?
Zutaten:
300 Gramm Tiefkühl-Blätterteig
200 Gramm Marzipan
1 Eigelb
750 g Birnen
50 Gramm Aprikosenmarmelade
Den Blätterteig auftauen lassen (das dauert nicht lang, vielleicht 20 Minuten). Währenddessen den Ofen bei Ober- und Unterhitze auf 200° vorheizen. Eine Pieform (wer keine hat, kann auch eine Pfanne mit Metallstiel, ein Pizzablech oder eine kleine, rundliche Auflaufform nehmen) ausfetten, den Teig auf die Größe der Form ausrollen und in die Form legen, dabei einen kleinen Rand formen (vielleicht einen Zentimeter hoch). Den Boden ein paar mal mit einer Gabel einstechen, das verhindert, dass er beim Backen große Blasen bildet und zur Mondlandschaft wird. Die Birnen schälen, längs in Spalten schneiden und Kerngehäuse herausschneiden. Das Marzipan mit dem Eigelb verrühren und verkneten, auf den Boden streichen. Die Birnenspalten fächerförmig darauflegen (sieht jetzt schon sehr nach französischer Landbäckerei aus, oder?), im Ofen backen, bis der Teig schön goldbraun geworden ist. Das dauert nicht lang und geht vor allem dann plötzlich ganz schnell, also in der Nähe bleiben! Wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt, die Aprikosenmarmelade in einem kleinen Topf erhitzen und auf den noch warmen Kuchen streichen.
Dazu passt nicht ganz steif geschlagene Sahne, aber in diesem Fall den Zucker in der Sahne lieber weglassen, sonst wird das Ganze zu süß! Falls der Kuchen heiß gegessen wird, könnte man natürlich auch über Eis nachdenken. Wenigstens nachdenken wird hoffentlich erlaubt sein?
Rotweinkuchen
Als ich noch klein war, wechselte der traditionelle Geburtstagskuchen alle paar Jahre. Eine Weile lang war es Frankfurter Kranz, mit Buttercreme gefüllt und mit Krokant bestreut. Dann war es lange Zeit Rüblitorte mit selbstgemachten Marzipanmöhrchen. Aber am längsten hat sich der Rotweinkuchen auf dem Geburtstagstisch gehalten. Vermutlich deshalb, weil er besonders hübsch mit vielen kleinen bunten Kerzen oder einer großen, dicken weißen oder roten Kerze in der Mitte aussieht.
Ich hab noch nie verstanden, wieso Kuchen und Kaffee so eine Traumkombination sein sollen. Aber dieser Kuchen mit einem Glas eiskalter Milch ist kaum zu schlagen. Besonders lecker wird er, wenn man ihn nach dem Backen noch zwei-drei Tage in Alufolie gewickelt ausruhen lässt.
Zutaten:
300 Gramm Butter
300 Gramm Zucker
4-5 Eier
2 Teelöffel Zimt
2 Esslöffel Kakao
2 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
375 Gramm Mehl
1 Päckchen Backpulver
250 ml Rotwein
150 g Vollmilch-Schokoladenstreusel
Puderzucker zum Bestreuen
Ein Esslöffel Mehl und Fett für die Form
Den Ofen auf 200° vorheizen lassen, und zwar bei Ober- und Unterhitze (niemals, niemals, niemals bei Umluft backen. Ich weiß nicht wieso, aber alles, was ich je mit Umluft zubereitet habe, wird doof und uninteressant.) Eine Guglhupfform mit Butter ausfetten, mit ein bisschen Mehl ausstreuen, überschüssiges Mehl über der Spüle abklopfen.
Die Butter weich werden lassen, das dauert bei Zimmertemperatur ca. zwei Stunden und geht schneller, wenn man sie vorher in Stückchen schneidet. (Ich muss zugeben, dass ich in großer Hektik auch schon mal die Butter in den Ofen gestellt habe, während der vorheizte. Und ich kann nicht sagen, dass der Kuchen dadurch schlechter geworden wäre.) Dann Butter mit Zucker cremig verrühren, Eier nacheinander dazu, dann Zimt, Kakao, Vanillezucker, Prise Salz und das mit dem Backpulver leicht vermischte Mehl. Dann den Rotwein, vorsichtig rühren, sonst Riesensauerei! Als letztes die Schokostreusel, damit sie keine Zeit haben, sich im Teig aufzulösen.
Den Teig in die Form füllen, bis zu einer Stunde im Ofen backen. Allerdings nach 40 Minuten zum ersten Mal ein Holzstäbchen reinpieken, und sobald die Oberfläche des Kuchens Sprünge hat und der Teig am Stäbchen nicht mehr flüssig oder schmierig ist, raus damit! Der Kuchen backt noch nach, nachdem er den Ofen verlassen hat.
Den Kuchen in der Form abkühlen lassen, damit er stabil genug wird, um ihn aus der Form zu lösen. Dazu einen großen Teller oder eine Kuchenplatte auf die Form legen, das Ganze umdrehen und, falls nötig, mit einem schweren Messer ein paar mal auf die Form klopfen. Falls es sich nicht löst, war die Form entweder schlampig gefettet, oder es wird leider Zeit für eine neue Kuchenform.
Nach dem Stürzen den Kuchen, wenn möglich, noch für ein paar Tage in Alufolie wickeln. Vor dem Essen mit Puderzucker durch ein Teesieb bestäuben. Weihnachtsduft im ganzen Haus!
Ich hab noch nie verstanden, wieso Kuchen und Kaffee so eine Traumkombination sein sollen. Aber dieser Kuchen mit einem Glas eiskalter Milch ist kaum zu schlagen. Besonders lecker wird er, wenn man ihn nach dem Backen noch zwei-drei Tage in Alufolie gewickelt ausruhen lässt.
Zutaten:
300 Gramm Butter
300 Gramm Zucker
4-5 Eier
2 Teelöffel Zimt
2 Esslöffel Kakao
2 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
375 Gramm Mehl
1 Päckchen Backpulver
250 ml Rotwein
150 g Vollmilch-Schokoladenstreusel
Puderzucker zum Bestreuen
Ein Esslöffel Mehl und Fett für die Form
Den Ofen auf 200° vorheizen lassen, und zwar bei Ober- und Unterhitze (niemals, niemals, niemals bei Umluft backen. Ich weiß nicht wieso, aber alles, was ich je mit Umluft zubereitet habe, wird doof und uninteressant.) Eine Guglhupfform mit Butter ausfetten, mit ein bisschen Mehl ausstreuen, überschüssiges Mehl über der Spüle abklopfen.
Die Butter weich werden lassen, das dauert bei Zimmertemperatur ca. zwei Stunden und geht schneller, wenn man sie vorher in Stückchen schneidet. (Ich muss zugeben, dass ich in großer Hektik auch schon mal die Butter in den Ofen gestellt habe, während der vorheizte. Und ich kann nicht sagen, dass der Kuchen dadurch schlechter geworden wäre.) Dann Butter mit Zucker cremig verrühren, Eier nacheinander dazu, dann Zimt, Kakao, Vanillezucker, Prise Salz und das mit dem Backpulver leicht vermischte Mehl. Dann den Rotwein, vorsichtig rühren, sonst Riesensauerei! Als letztes die Schokostreusel, damit sie keine Zeit haben, sich im Teig aufzulösen.
Den Teig in die Form füllen, bis zu einer Stunde im Ofen backen. Allerdings nach 40 Minuten zum ersten Mal ein Holzstäbchen reinpieken, und sobald die Oberfläche des Kuchens Sprünge hat und der Teig am Stäbchen nicht mehr flüssig oder schmierig ist, raus damit! Der Kuchen backt noch nach, nachdem er den Ofen verlassen hat.
Den Kuchen in der Form abkühlen lassen, damit er stabil genug wird, um ihn aus der Form zu lösen. Dazu einen großen Teller oder eine Kuchenplatte auf die Form legen, das Ganze umdrehen und, falls nötig, mit einem schweren Messer ein paar mal auf die Form klopfen. Falls es sich nicht löst, war die Form entweder schlampig gefettet, oder es wird leider Zeit für eine neue Kuchenform.
Nach dem Stürzen den Kuchen, wenn möglich, noch für ein paar Tage in Alufolie wickeln. Vor dem Essen mit Puderzucker durch ein Teesieb bestäuben. Weihnachtsduft im ganzen Haus!
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