Die extrem unspektakuläre ÜBERRASCHUNG!!! besteht darin, dass Mandarinchen im Kuchen versteckt sind. Dieser Kuchen war immer der Geburtstagskuchen meines Bruders: Rüblitorte für mich, Quark-Überraschungskuchen für ihn. Heute würde ich das umgekehrt machen. Dosenmandarinen sind eine Zutat, die man sonst immer nur in den Einkaufswagen von Greisinnen sieht (den gleichen, die auch geschälte Kartoffeln im Glas und Erbswurst kaufen), aber während man mich vermutlich nie eingemachte Kartoffeln kaufen sehen wird, sind die Mandarinchen eigentlich ziemlich lecker und ausdrücklich KEINE Notfall-Alternative zu frischen Mandarinen (die meistens nach gar nichts schmecken und voller Kerne sind).
Backofen auf 180-190° vorheizen.
Zutaten:
250 g Mehl
125 g Butter (Zimmertemperatur)
100 g Zucker
1 Ei
Zu einem Mürbeteig verkneten, den Boden und Rand einer gefetteten Springform damit auslegen. Das kann man elegant machen - 2/3 Teig zu einer runden Scheibe ausrollen, auf den Boden legen, Rest zu einem langen Streifen ausrollen und an den Rand drücken - oder, so wie ich, einfach Teigstück für Teigstück mit den Händen andrücken.
500 g Magerquark
80 g geschmolzene und leicht abgekühlte Butter
175 g Zucker
1 Vanillezucker
5 Eier, getrennt - dabei 1 Eigelb beiseite stellen
2 EL Mondamin (oder andere Speisestärke, hier ist NICHT der Fix-Saucen-Binder gemeint. Und ja, Mondamin ist schon wieder eine Zutat, die sonst nur Greisinnen kaufen. Betrachten wir diesen Kuchen als Preview auf Supermarktgänge im hohen Alter.)
1 Dose Mandarinen, abgetropft
Quark, Butter, Zucker, Vanillezucker, Mondamin und 4 Eigelb verrühren. 5 Eiweiß zu Eischnee schlagen, unterheben. Abgetropfte Mandarinchen dazu, alles zusammen in die ausgelegte Springform geben. Mit dem übrigen Eigelb bestreichen, 50-60 min. backen.
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Nusskuchen mit Schokolade
Eigentlich dient dieser Blog weniger zur Vebreitung von leckeren Rezepten, er ist mehr meine private Rezept-Cloud. Ein Ort, an dem die vielen Zettelchen mit Rezepten endlich nicht mehr verloren gehen. Dieses Rezept ist eine der Existenzberechtigungen: es klingt nach nicht viel, aber der Zettel war jetzt fünf Jahre lang verloren und ist erst letzte Woche beim Aufräumen alter Umzugskisten wieder aufgetaucht. Er lag irgendwo zwischen alten Telefonrechnungen und Versicherungsverträgen, und in all der Zeit habe ich mich mindestens acht mal nach diesem Kuchen gesehnt: Nüsse, und dazwischen kleine Brocken dunkle Schokolade, die sich auch drei Tage nach dem Backen noch so anfühlen, als hätten sie sich frisch aus dem Ofen gerade erst auf Zimmertemperatur abgekühlt. Yeiiii, Internet!
Den Ofen auf 200° vorheizen.
100 g bittere Schokolade, grob (wirklich grob!) gehackt
250 g Zucker
250 g weiche Butter
4 Eier
250 g Mehl
3 Teel. Backpulver
250 g gemahlene Haselnüsse
zu einem Rührteig vermischen. Eine Kastenform mit dem Butterpapier ausfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Den Teig so lange Backen, bis ein Holzstäbchen, das man in den Kuchen steckt, nicht mehr schmierig wird.
Den Ofen auf 200° vorheizen.
100 g bittere Schokolade, grob (wirklich grob!) gehackt
250 g Zucker
250 g weiche Butter
4 Eier
250 g Mehl
3 Teel. Backpulver
250 g gemahlene Haselnüsse
zu einem Rührteig vermischen. Eine Kastenform mit dem Butterpapier ausfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Den Teig so lange Backen, bis ein Holzstäbchen, das man in den Kuchen steckt, nicht mehr schmierig wird.
Nusskranz
Noch einer der vielen Kuchen, die bei uns Zuhause mal in Mode waren und dann aus unerfindlichen Gründen nicht mehr. Der Kuchen ist ziemlich süß, aber ein Glas kalte Milch dazu ist wie immer das perfekte Gegengift.
Backofen auf 200° vorheizen.
Zutaten für den Teig:
300 g Mehl
2 TL Backpulver
100 g Zucker
1 Ei
2 EL Milch
125 g Butter
Zu einem Mürbeteig verkneten und zu einem Rechteck von 35 x 45 cm ausrollen. (Niemand muss sein Maßband herausholen, nur so übern Daumen.)
Zutaten für die Füllung:
200 g gemahlene Haselnüsse
100 g Zucker
4-5 Tropfen Bittermandelöl
1 Eiweiß
4-5 EL kaltes Wasser
Alle Zutaten vermischen, die Paste auf das Teig-Rechteck streichen, aufrollen und zum Kranz zusammenlegen. Mit dem Eigelb, das vom Eiweiß aus der Füllung übrig bleibt, bestreichen. 30-35 Minuten backen.
Backofen auf 200° vorheizen.
Zutaten für den Teig:
300 g Mehl
2 TL Backpulver
100 g Zucker
1 Ei
2 EL Milch
125 g Butter
Zu einem Mürbeteig verkneten und zu einem Rechteck von 35 x 45 cm ausrollen. (Niemand muss sein Maßband herausholen, nur so übern Daumen.)
Zutaten für die Füllung:
200 g gemahlene Haselnüsse
100 g Zucker
4-5 Tropfen Bittermandelöl
1 Eiweiß
4-5 EL kaltes Wasser
Alle Zutaten vermischen, die Paste auf das Teig-Rechteck streichen, aufrollen und zum Kranz zusammenlegen. Mit dem Eigelb, das vom Eiweiß aus der Füllung übrig bleibt, bestreichen. 30-35 Minuten backen.
Sonntag, 12. Juni 2011
Überbackener Fenchel
Wenn ich dieses Rezept nicht kennen würde, würde ich es niemals nachkochen. Ehrlich, Rindfleisch, Gouda und Dosenmilch? Im Ernst? Aber glaubt mir, es schmeckt. Sogar so gut, dass ich als Neunjährige in dieser Zusammenstellung bereit war, Fenchel zu essen. Was die Dosenmilch betrifft, würde ich es so machen wie beim Kochen mit Sardellen: einfach niemandem verraten, dass welche drin sind, und alle sind glücklich.
Zutaten:
4 Fenchelknollen
Salz
500 g Rouladenfleisch
2 Eßlöffel Öl
1 Zwiebel
Pfeffer
Paprikapulver
1/4 l kräftige Fleischbrühe
250 g Tomaten
100 g geriebener Gouda
2 Eigelb
4 EL Dosenmilch
Fenchelknollen putzen, waschen, der Länge nach halbieren, in 1/4 l Salzwasser 30 Minuten lang garen und abtropfen lassen. Den Ofen auf 210° vorheizen. Das Rouladenfleisch in Streifen wie für Geschnetzeltes schneiden. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen, die Zwiebel fein würfeln, Zwiebeln und Fleisch zusammen im Öl anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Die Fleischbrühe darübergießen und damit jedes Fitzelchen angebratenen Zwiebel- und Fleischsaft in der Pfanne lösen. Eine feuerfeste Form mit wenig Öl ausfetten, jetzt zuerst das Fleisch mit der Brühe einfüllen, dann die halbierten Tomaten und den Fenchel darauflegen. Käse, eigelb und Dosenmilch verrühren, über die Fenchelknollen verteilen. Im Backofen goldgelb überbacken. Dazu Baguette.
Zutaten:
4 Fenchelknollen
Salz
500 g Rouladenfleisch
2 Eßlöffel Öl
1 Zwiebel
Pfeffer
Paprikapulver
1/4 l kräftige Fleischbrühe
250 g Tomaten
100 g geriebener Gouda
2 Eigelb
4 EL Dosenmilch
Fenchelknollen putzen, waschen, der Länge nach halbieren, in 1/4 l Salzwasser 30 Minuten lang garen und abtropfen lassen. Den Ofen auf 210° vorheizen. Das Rouladenfleisch in Streifen wie für Geschnetzeltes schneiden. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen, die Zwiebel fein würfeln, Zwiebeln und Fleisch zusammen im Öl anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Die Fleischbrühe darübergießen und damit jedes Fitzelchen angebratenen Zwiebel- und Fleischsaft in der Pfanne lösen. Eine feuerfeste Form mit wenig Öl ausfetten, jetzt zuerst das Fleisch mit der Brühe einfüllen, dann die halbierten Tomaten und den Fenchel darauflegen. Käse, eigelb und Dosenmilch verrühren, über die Fenchelknollen verteilen. Im Backofen goldgelb überbacken. Dazu Baguette.
Donnerstag, 10. Februar 2011
Pasta mit (ärgs) Wirsing
Auf Wunsch einer einzelnen Dame poste ich nun dieses Rezept. Die Dame ist nicht meine Mutter, auch wenn die schon immer sehr für Wirsing zu haben war. Damit hatte sie es nicht leid, denn als Kind war für mich Wirsing die Höchststrafe. Jetzt bin ich erwachsen. Das hat viele Vorteile: ich darf wählen gehen, habe ein eigenes Bankkonto, darf aufbleiben, so lange ich will, und Sachen mögen, die ich als Kind gehasst habe. Muscheln z.B. oder Gorgonzola oder auch Wirsing.
Wobei ich, das gebe ich zu, noch nie in meinem Leben freiwillig einen Wirsing gekauft habe. Aber jetzt bin ich Abonnentin einer Bio-Gemüse-Kiste, und in einer, die Anfang Januar ankam, war ein kleiner Wirsingkopf. Auf der kalten Veranda hält das Zeug sich lange, aber auch nicht ewig, und ich fand, es war Zeit, ihn entweder wegzuwerfen und mich schlecht zu fühlen oder etwas Nettes damit anzufangen. Diese Pasta war das Ergebnis. Ich mag sie.
Zutaten:
1/2 Päckchen Linguine (von Barilla heißen die aus irgend einem Grund Bavette)
1 Kopf Wirsing
ca. 150 Gramm nicht zu magerer Speck am Stück
Parmesan (gerne eine olle Rinde, die niemand mehr will)
Salz
Knoblauchöl (oder, falls keins vorhanden, normales Öl, in dem man ein paar halbierte Knoblauchzehen heiß werden lässt, sie dann rausfischt und wegwirft)
Den Speck würfeln, dabei die Rinde und dicke Knorpel entsorgen. In einem großen Topf oder einer Pfanne mit hohem Rand in dem Knoblauchöl auslassen, bis er zwar knusprig, aber nicht zu dunkel geworden ist. Das geht (zumindest in meiner Küche) besser bei niedriger Temperatur. Währenddessen vom Wirsing die alleräußersten Blätter wegwerfen (keine Ahnung, ob das wirklich nötig ist), die anderen vom Kopf lösen, waschen und die dicke Rippe in der Mitte bei jedem Blatt rausschneiden. Die entrippten Blätter stapeln und in feine Streifen schneiden. Zu dem Speck in den Topf werfen, umrühren, bis alle Blätter mit Fett überzogen sind, und weiter bei niedriger Hitze brutzeln lassen. Nach vielleicht drei Minuten ein bisschen Wasser dazuschütten, den in grobe Stücke gebröckelten Parmesanrest dazugeben, den Deckel auf Topf (oder Pfanne) setzen und weiter schmurgeln lassen. Inzwischen einen großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Die Nudeln darin kochen, kurz bevor sie gar sind, eine Espressotasse voll Nudelkochwasser rausfischen und beiseite stellen. Die Nudeln abgießen, zu dem Wirsing, dem Speck und dem Parmesan schütten. Gut vermischen und evtl. mit einem Schuss Nudelwasser aus der Espressotasse geschmeidiger machen.
Also, bei mir hat's funktioniert.
Wobei ich, das gebe ich zu, noch nie in meinem Leben freiwillig einen Wirsing gekauft habe. Aber jetzt bin ich Abonnentin einer Bio-Gemüse-Kiste, und in einer, die Anfang Januar ankam, war ein kleiner Wirsingkopf. Auf der kalten Veranda hält das Zeug sich lange, aber auch nicht ewig, und ich fand, es war Zeit, ihn entweder wegzuwerfen und mich schlecht zu fühlen oder etwas Nettes damit anzufangen. Diese Pasta war das Ergebnis. Ich mag sie.
Zutaten:
1/2 Päckchen Linguine (von Barilla heißen die aus irgend einem Grund Bavette)
1 Kopf Wirsing
ca. 150 Gramm nicht zu magerer Speck am Stück
Parmesan (gerne eine olle Rinde, die niemand mehr will)
Salz
Knoblauchöl (oder, falls keins vorhanden, normales Öl, in dem man ein paar halbierte Knoblauchzehen heiß werden lässt, sie dann rausfischt und wegwirft)
Den Speck würfeln, dabei die Rinde und dicke Knorpel entsorgen. In einem großen Topf oder einer Pfanne mit hohem Rand in dem Knoblauchöl auslassen, bis er zwar knusprig, aber nicht zu dunkel geworden ist. Das geht (zumindest in meiner Küche) besser bei niedriger Temperatur. Währenddessen vom Wirsing die alleräußersten Blätter wegwerfen (keine Ahnung, ob das wirklich nötig ist), die anderen vom Kopf lösen, waschen und die dicke Rippe in der Mitte bei jedem Blatt rausschneiden. Die entrippten Blätter stapeln und in feine Streifen schneiden. Zu dem Speck in den Topf werfen, umrühren, bis alle Blätter mit Fett überzogen sind, und weiter bei niedriger Hitze brutzeln lassen. Nach vielleicht drei Minuten ein bisschen Wasser dazuschütten, den in grobe Stücke gebröckelten Parmesanrest dazugeben, den Deckel auf Topf (oder Pfanne) setzen und weiter schmurgeln lassen. Inzwischen einen großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Die Nudeln darin kochen, kurz bevor sie gar sind, eine Espressotasse voll Nudelkochwasser rausfischen und beiseite stellen. Die Nudeln abgießen, zu dem Wirsing, dem Speck und dem Parmesan schütten. Gut vermischen und evtl. mit einem Schuss Nudelwasser aus der Espressotasse geschmeidiger machen.
Also, bei mir hat's funktioniert.
Dienstag, 29. Juni 2010
Pasta Puttanesca
Ich glaube ja, dass diese Pasta deshalb Nuttenpasta heißt, weil man zum Essen am Besten obenrum so gut wie nackt ist. Denn all die groben Stücke in der Sauce sorgen dafür, dass beim Pastawickeln ziemlich viel spritzt und kleckert. Ich esse diese Pasta im BH auf dem Sofa und empfehle Euch, das genau so zu tun.
Zutaten:
Ein Paket Linguine
Eine Dose Pelati (Dosentomaten)
Ein paar Zweige Thymian, abgestreift
Zwei mit dem Messer geplättete, geschälte Knoblauchzehen
Ein halbes Glas Kapern
Eine Handvoll schwarze Oliven, am Besten mit Kern gekauft und dann entkernt
Vier-Fünf Sardellenfilets
Ein dicker Schuss Olivenöl
Ein noch dickerer Schuss Rotwein
Salz, Pfeffer
Frische Basilikumblätter, ca. 20
Parmesan, wer will
Nudelwasser aufsetzen.
Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen.
Entkernte Oliven, Thymian, Knoblauch, Kapern einrühren.
Dann die Sardellen dazu, bei etwas kleinerer Hitze schmilzen lassen.
Mit Rotwein ablöschen.
Die Tomaten ganz mit Saft dazuschütten, erst nach ca. 10 Minuten Kochzeit mit dem Pfannenwender zerdrücken.
Wenn das Nudelwasser kocht, kräftig salzen, dann Nudeln dazu. Die Nudeln nicht ganz bissfest kochen, sondern vorher abgießen, ein bisschen Nudelwasser mit einer Espressotasse auffangen.
Die Nudeln in die Pfanne zu der Sauce schütten, noch zwei-drei Minuten weiterköcheln lassen. Die Nudeln nehmen noch Sauce auf und werden gar.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, grob zerrupfte Basilikumblätter untermischen.
Wer möchte, kann noch Parmesan drüberreiben. Ich halte es mit der Regel, dass Pasta, in die Fisch kommt (und wenn es nur ein paar Sardellen sind) ohne Parmesan auskommt. Sollte die Pasta mit Sauce zu trocken sein, das aufgefangene Nudelwasser dazurühren.
Zutaten:
Ein Paket Linguine
Eine Dose Pelati (Dosentomaten)
Ein paar Zweige Thymian, abgestreift
Zwei mit dem Messer geplättete, geschälte Knoblauchzehen
Ein halbes Glas Kapern
Eine Handvoll schwarze Oliven, am Besten mit Kern gekauft und dann entkernt
Vier-Fünf Sardellenfilets
Ein dicker Schuss Olivenöl
Ein noch dickerer Schuss Rotwein
Salz, Pfeffer
Frische Basilikumblätter, ca. 20
Parmesan, wer will
Nudelwasser aufsetzen.
Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen.
Entkernte Oliven, Thymian, Knoblauch, Kapern einrühren.
Dann die Sardellen dazu, bei etwas kleinerer Hitze schmilzen lassen.
Mit Rotwein ablöschen.
Die Tomaten ganz mit Saft dazuschütten, erst nach ca. 10 Minuten Kochzeit mit dem Pfannenwender zerdrücken.
Wenn das Nudelwasser kocht, kräftig salzen, dann Nudeln dazu. Die Nudeln nicht ganz bissfest kochen, sondern vorher abgießen, ein bisschen Nudelwasser mit einer Espressotasse auffangen.
Die Nudeln in die Pfanne zu der Sauce schütten, noch zwei-drei Minuten weiterköcheln lassen. Die Nudeln nehmen noch Sauce auf und werden gar.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, grob zerrupfte Basilikumblätter untermischen.
Wer möchte, kann noch Parmesan drüberreiben. Ich halte es mit der Regel, dass Pasta, in die Fisch kommt (und wenn es nur ein paar Sardellen sind) ohne Parmesan auskommt. Sollte die Pasta mit Sauce zu trocken sein, das aufgefangene Nudelwasser dazurühren.
Samstag, 13. März 2010
Donauwellen
Wer in den 70ern und 80ern in einer Kleinstadt aufgewachsen ist, kennt Donauwellen. Die meisten von uns haben sie seitdem aber leider nicht mehr gegessen. Dieser Kuchen ist wirklich kein bisschen raffiniert, elegant, interessant oder außergewöhnlich. Er ist einfach nur lecker, und es ist eine Menge davon da. Abgesehen von diesen beiden Vorteilen spricht für ihn, dass die dunkle, glänzende Schokoladenoberfläche zum Schluss eine tolle Dekorationsfläche hergibt (wir haben mal aus einer Donauwelle einen Gutschein für ein Take That-Konzert gemacht, KREISCH!), dass er einfach zu machen ist und dass er dank der Creme im Kühlschrank mehrere Tage lang lecker bleibt. Die Riesenmenge macht ihn außerdem zum perfekten Büro-Geburtstagskuchen. Ich muss aber warnen: wenn doch was übrig bleibt und man ihn einfriert, dann leidet die Schokoschicht darunter.
Meine Mutter hat irgendwann aufgehört, Donauwellen zu backen, weil ihr das zu viel Arbeit war. Ich verstehe zwar, was sie meint, aber zu viel Arbeit ist es eigentlich nicht, die Arbeit zieht sich nur leider ein bisschen. Wer in letzter Sekunde noch einen Geburtstagskuchen braucht, soll entweder einen kaufen oder Brownies backen, die gehen blitzschnell. Bei diesem Kuchen muss man erst die Teige backen, dann die Creme daraufstreichen und ganz zum Schluss den Schokoguss auftragen, und zwischen all diesen Schritten muss eine gewisse Zeit vergehen, sonst wird es nichts. Das kann schon mal sechs-sieben Stunden dauern.
Eine Frage, die ich bis jetzt noch nicht endgültig klären konnte, ist die: wohin mit dem übrigen Palmin? Ich habe sonst keine Verwendung dafür, und so viele Donauwellen backe ich nicht. Im Kühlschrank fängt es aber wie jedes Fett früher oder später an, nach Kühlschrank zu riechen. Kann man es einfrieren? Vielleicht versuche ich das mal.
ACHTUNG, Warnhinweis: die Zutaten sind diesmal über das ganze Rezept verteilt, weil ich keine Lust hatte, im Rezept zu erläutern, welche Butter und welcher Zucker gerade gemeint sind. Also erst das ganze Rezept lesen, die Kirschen nicht übersehen und dann einkaufen gehen!
Zutaten für den Teig:
250 Gramm weiche Butter
200 Gramm Zucker
6 Eier (Größe L)
350 Gramm Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
2 Eßlöffel Kakao
etwas Milch
Den Ofen auf 175° vorheizen. Ein möglichst tiefes Backblech mit Backpapier auslegen.
Alle Zutaten bis auf Milch und Kakao verrühren. Die Hälfte des Teiges auf das Backblech streichen, dann den restlichen Teig mit Milch und Kakao verrühren und auf dem hellen Teig verteilen. Falls der Teig von Anfang an ziemlich fest sein sollte, kann auch schon vor dem Kakao etwas Milch dazu. (Aber nicht zu viel, sonst schmeckt der Kuchen langweilig!)
2 große Gläser Sauerkirschen in einem Sieb abtropfen lassen, die Kirschen auf dem Teig verteilen und mit den Fingern ein bisschen festdrücken. Dann das Ganze 20 bis 30 Minuten backen, nach 15 Minuten die erste Stäbchenprobe! Das Blech auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. Die Creme darf erst darauf verteilt werden, wenn der Kuchen auf Zimmertemperatur ist!
Zutaten für die Creme:
1 1/2 Liter Milch
4 Päckchen Puddingpulver Vanille
250 Gramm Zucker
1 Prise Salz
500 Gramm Butter in Stücken
2 Portionsstücke Palmin
Den Pudding wie auf der Packung angegeben kochen, nur eben mit mehr Pudding - das heißt, wir rühren das Puddingpulver mit etwas Milch und dem Zucker und Salz an, kochen den Rest der Milch auf, nehmen sie von der Kochplatte, rühren den angerührten Pudding ein und lassen das Ganze noch mal aufkochen. So lange der Pudding noch warm ist, die Butter und das Palmin einrühren. (Ich werfe immer das Ganze einfach in den Topf und komme fünf Minuten später wieder, wenn es geschmolzen ist. Zum Durchrühren nehme ich dann einen Pürierstab oder den Handmixer, man dreht sonst durch, weil es ewig dauert, bis Fett und Pudding vermischt sind.) Jetzt die Creme auf den abgekühlten Kuchen streichen. Diesmal muss der Kuchen samt Creme sogar noch kälter werden, also entweder im Winter auf den Balkon damit, oder in den Kühlschrank. Ich weiß natürlich nicht, ob das bei euch auch so ist, aber bei mir passt ein Backblech genau quer in ein Kühlschrankfach.
Zutaten für den Guss:
2 Tafeln Halbbitter-Schokolade (und für diesen Kuchen müssen wir ausnahmsweise mal nicht die feine 70%-Lindt kaufen, normale Zartbitter tut es auch)
1 Tafel Vollmilchschokolade
drei Portionsstückchen Palmin
Alle Zutaten zusammen schmelzen. (Ums Schokoladeschmelzen wird sonst viel Wirbel gemacht. Mir ist noch nie Schokolade angebrannt, und ich gehe manchmal sogar telefonieren, während sie auf dem Herd steht. Wenn Fett zusammen mit Schokolade schmilzt, ist es aber, so weit ich weiß, noch weniger brenzlig. Also nichts mit Wasserbad oder so, sondern nehmt einfach einen Kochtopf dafür und lasst die Temperatur möglichst niedrig. Alles wird gut.) Die dunkle, glänzende Mischung bis auf Handwärme abkühlen lassen (also so lange, bis ihr einen Finger reinstecken könnt und es sich nur noch lauwarm anfühlt). Das ist deshalb wichtig, weil sich sonst die heiße Schokolade mit der Creme vermischt und der Guss nicht schön glatt und dunkel, sondern marmoriert aussehen würde. Die handwarme Glasur auf dem Kuchen verteilen, kalt stellen. Wenn der Kuchen samt Glasur richtig kalt ist, könnt ihr die Oberfläche noch dekorieren: mit Zuckerschrift, mit Kerzen, mit...
Meine Mutter hat irgendwann aufgehört, Donauwellen zu backen, weil ihr das zu viel Arbeit war. Ich verstehe zwar, was sie meint, aber zu viel Arbeit ist es eigentlich nicht, die Arbeit zieht sich nur leider ein bisschen. Wer in letzter Sekunde noch einen Geburtstagskuchen braucht, soll entweder einen kaufen oder Brownies backen, die gehen blitzschnell. Bei diesem Kuchen muss man erst die Teige backen, dann die Creme daraufstreichen und ganz zum Schluss den Schokoguss auftragen, und zwischen all diesen Schritten muss eine gewisse Zeit vergehen, sonst wird es nichts. Das kann schon mal sechs-sieben Stunden dauern.
Eine Frage, die ich bis jetzt noch nicht endgültig klären konnte, ist die: wohin mit dem übrigen Palmin? Ich habe sonst keine Verwendung dafür, und so viele Donauwellen backe ich nicht. Im Kühlschrank fängt es aber wie jedes Fett früher oder später an, nach Kühlschrank zu riechen. Kann man es einfrieren? Vielleicht versuche ich das mal.
ACHTUNG, Warnhinweis: die Zutaten sind diesmal über das ganze Rezept verteilt, weil ich keine Lust hatte, im Rezept zu erläutern, welche Butter und welcher Zucker gerade gemeint sind. Also erst das ganze Rezept lesen, die Kirschen nicht übersehen und dann einkaufen gehen!
Zutaten für den Teig:
250 Gramm weiche Butter
200 Gramm Zucker
6 Eier (Größe L)
350 Gramm Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
2 Eßlöffel Kakao
etwas Milch
Den Ofen auf 175° vorheizen. Ein möglichst tiefes Backblech mit Backpapier auslegen.
Alle Zutaten bis auf Milch und Kakao verrühren. Die Hälfte des Teiges auf das Backblech streichen, dann den restlichen Teig mit Milch und Kakao verrühren und auf dem hellen Teig verteilen. Falls der Teig von Anfang an ziemlich fest sein sollte, kann auch schon vor dem Kakao etwas Milch dazu. (Aber nicht zu viel, sonst schmeckt der Kuchen langweilig!)
2 große Gläser Sauerkirschen in einem Sieb abtropfen lassen, die Kirschen auf dem Teig verteilen und mit den Fingern ein bisschen festdrücken. Dann das Ganze 20 bis 30 Minuten backen, nach 15 Minuten die erste Stäbchenprobe! Das Blech auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. Die Creme darf erst darauf verteilt werden, wenn der Kuchen auf Zimmertemperatur ist!
Zutaten für die Creme:
1 1/2 Liter Milch
4 Päckchen Puddingpulver Vanille
250 Gramm Zucker
1 Prise Salz
500 Gramm Butter in Stücken
2 Portionsstücke Palmin
Den Pudding wie auf der Packung angegeben kochen, nur eben mit mehr Pudding - das heißt, wir rühren das Puddingpulver mit etwas Milch und dem Zucker und Salz an, kochen den Rest der Milch auf, nehmen sie von der Kochplatte, rühren den angerührten Pudding ein und lassen das Ganze noch mal aufkochen. So lange der Pudding noch warm ist, die Butter und das Palmin einrühren. (Ich werfe immer das Ganze einfach in den Topf und komme fünf Minuten später wieder, wenn es geschmolzen ist. Zum Durchrühren nehme ich dann einen Pürierstab oder den Handmixer, man dreht sonst durch, weil es ewig dauert, bis Fett und Pudding vermischt sind.) Jetzt die Creme auf den abgekühlten Kuchen streichen. Diesmal muss der Kuchen samt Creme sogar noch kälter werden, also entweder im Winter auf den Balkon damit, oder in den Kühlschrank. Ich weiß natürlich nicht, ob das bei euch auch so ist, aber bei mir passt ein Backblech genau quer in ein Kühlschrankfach.
Zutaten für den Guss:
2 Tafeln Halbbitter-Schokolade (und für diesen Kuchen müssen wir ausnahmsweise mal nicht die feine 70%-Lindt kaufen, normale Zartbitter tut es auch)
1 Tafel Vollmilchschokolade
drei Portionsstückchen Palmin
Alle Zutaten zusammen schmelzen. (Ums Schokoladeschmelzen wird sonst viel Wirbel gemacht. Mir ist noch nie Schokolade angebrannt, und ich gehe manchmal sogar telefonieren, während sie auf dem Herd steht. Wenn Fett zusammen mit Schokolade schmilzt, ist es aber, so weit ich weiß, noch weniger brenzlig. Also nichts mit Wasserbad oder so, sondern nehmt einfach einen Kochtopf dafür und lasst die Temperatur möglichst niedrig. Alles wird gut.) Die dunkle, glänzende Mischung bis auf Handwärme abkühlen lassen (also so lange, bis ihr einen Finger reinstecken könnt und es sich nur noch lauwarm anfühlt). Das ist deshalb wichtig, weil sich sonst die heiße Schokolade mit der Creme vermischt und der Guss nicht schön glatt und dunkel, sondern marmoriert aussehen würde. Die handwarme Glasur auf dem Kuchen verteilen, kalt stellen. Wenn der Kuchen samt Glasur richtig kalt ist, könnt ihr die Oberfläche noch dekorieren: mit Zuckerschrift, mit Kerzen, mit...
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