Für dieses Rezept meiner Oma braucht man einen Fleischwolf. Ach, Ihr habt keinen? Ich habe meinen zwar von meiner Oma geerbt, aber wäre das nicht so, dann wäre dieses Rezept die Neuanschaffung wert. So weit ich weiß, kostet ein handbetriebener Fleischwolf nicht mehr als 30 Euro, und hat man ihn und backt diese Kekse, dann fühlt man sich, als hätte man seine eigene Keksfabrik, und das ist in meiner Welt eine schöne Sache.
Bis jetzt hatte ich dieses Rezept auf einem kleinen Notizzettel, auf dem meine Oma es für mich aufgeschrieben hatte. Dieser Zettel hat jetzt seit über 15 Jahren zwischen den Seiten von Nigellas "How to be a domestic goddess" gewohnt, und mich beschleicht Beklemmung bei dem Gedanken, er könnte eines Tages nicht mehr da und irgendwo verloren gegangen sein. Daher dieser Post.
Also los. Für eine Ladung Teig braucht Ihr:
500 g Mehl
200 g Zucker
250 g Butter auf Zimmertemperatur
3 Eigelb
1 Päckchen Vanillezucker
1 gute Prise Backpulver (ich nehme dafür immer die 3-Finger-Prise)
2 EL Milch
1 gute Prise Salz (das war in Omas Originalrezept nicht enthalten, ich mag die Kekse lieber mit)
All diese Dinge vermischen und gut durchkneten. Achtung mit der Milch: Manchmal reicht auch die Hälfte, dann nehmt nur die Hälfte.
Den Teig eingewickelt in den Kühlschrank legen für mindestens 90 Minuten.
Dann portionsweise weichkneten, die Schablone mit dem gezackten flachen Rechteck vor den Fleischwolf montieren und den Teig durch den Wolf drehen. Auf der anderen Seite kommt eine aufgerauhte, flache Teigwurst heraus, alle paar Zentimeter reißt ihr ein Stück ab und legt es auf ein Backblech mit Backpapier.
Jetzt kommt der blöde Teil: meine Oma hat keine Backtemperatur aufgeschrieben. Ich muss sie auch jedes Jahr neu herausfinden. (175°? 200?) Ich suche mir einfach ein-zwei Rezepte heller Kekse heraus und bilde dann den Durchschnitt. Die Kekse sollten nur an den Rändern leicht goldbraun werden. Lasst sie komplett auskühlen, bevor sie in eine Blechdose kommen. Nach zwei-drei Tagen schmecken sie wesentlich besser als direkt nach dem Backen. Morgen mache ich mich dran, und dann trage ich die Temperatur hoffentlich nach.
Samstag, 9. Dezember 2023
Sonntag, 27. September 2015
Senfsauce zu Fisch
Meine Mutter hat ein Rezept für Senfbutter, von dem sie mir schon bestimmt drei mal erzählt hat. Wenn meine Mutter mir etwas zu Essen besonders ans Herz legen will, tut sie das immer mit dem Worten "Da könnte ich mich reinsetzen". Ich wollte ihre Senfbutter immer mal ausprobieren, aber gestern, als der Lachs schon gekauft und die Kartoffeln schon geschält waren, habe ich den Zettel einfach nicht gefunden. Außerdem war mir so, als würde dieses Rezept fast ein ganzes Stück Butter verlangen. Das hat mich sonst noch nie abgeschreckt (eher im Gegenteil), aber zufällig bin ich ein großer Fan der Senfsauce, die sie in dem kleinen Fischladen an den Hamburger Colonnaden machen, und die schmeckt sehr sahnig, aber bestimmt nicht nach einem Stück Butter. Diese Sauce zuhause hinzukriegen, habe ich schon oft versucht, aber nie geschafft. Meine Mutter wollte ich nicht anrufen, denn die denkt sonst irgendwann, ich rufe auch nur an, wenn ich ein Rezept brauche. Also habe ich im Internet nach Senfsaucenrezepten gesucht. Dieses hier ist eine Mischung aus ganz vielen davon, und ich finde, eine ziemlich gute Mischung.
Zutaten:
Ein Drittel Stück Butter
Ein Drittel Glas Senf (Löwensenf medium habe ich genommen)
Ein frisches Eigelb
Salz, Pfeffer, Zucker
Ein Becher saure Sahne
In einem kleinen Topf Senf und Eigelb bei ganz kleiner Hitze zusammenrühren. Die Mischung sollte wirklich nur lauwarm werden. Inzwischen die Butter schmelzen (ich mache das vorsichtig in der Mikrowelle). Die Butter, die nicht glühendheiß sein sollte, sondern nur eben geschmolzen, in ein Kännchen füllen, den Topf mit der Senfmischung vom Herd nehmen und die Butter in ganz, ganz dünnem Strahl langsam unterrühren. Dann die saure Sahne dazu. Zurück auf die Herdplatte und bei kleiner Hitze und unter gelegentlichem Rühren warm werden lassen. Hat die Sauce die richtige Temperatur erreicht (ich würde schätzen, das war so bei 60 Grad der Fall), abschmecken mit Salz, Pfeffer, evtl. einer großzügigen Prise Zucker. Perfekt dazu: im Ofen unter Folie gegartes Fischfilet, Salzkartoffeln, Kopfsalat oder Sauerkraut. Die Menge Sauce reicht für drei Erwachsene oder zwei Fresssäcke aus.
Zutaten:
Ein Drittel Stück Butter
Ein Drittel Glas Senf (Löwensenf medium habe ich genommen)
Ein frisches Eigelb
Salz, Pfeffer, Zucker
Ein Becher saure Sahne
In einem kleinen Topf Senf und Eigelb bei ganz kleiner Hitze zusammenrühren. Die Mischung sollte wirklich nur lauwarm werden. Inzwischen die Butter schmelzen (ich mache das vorsichtig in der Mikrowelle). Die Butter, die nicht glühendheiß sein sollte, sondern nur eben geschmolzen, in ein Kännchen füllen, den Topf mit der Senfmischung vom Herd nehmen und die Butter in ganz, ganz dünnem Strahl langsam unterrühren. Dann die saure Sahne dazu. Zurück auf die Herdplatte und bei kleiner Hitze und unter gelegentlichem Rühren warm werden lassen. Hat die Sauce die richtige Temperatur erreicht (ich würde schätzen, das war so bei 60 Grad der Fall), abschmecken mit Salz, Pfeffer, evtl. einer großzügigen Prise Zucker. Perfekt dazu: im Ofen unter Folie gegartes Fischfilet, Salzkartoffeln, Kopfsalat oder Sauerkraut. Die Menge Sauce reicht für drei Erwachsene oder zwei Fresssäcke aus.
Donnerstag, 4. Dezember 2014
Berliner Brot
Mittwoch letzte Woche hatte ich ein Blech Berliner Brot gebacken. Sonntag war der letzte Krümel verschwunden. Eine ziemliche Menge musste ich meiner Schwiegermutter mitgeben, die sich bitter beklagte, "zu Anfang eurer Ehe" hätte ich aber noch öfter für sie gebacken, das hätte ja nun nachgelassen. (Ein Blick in die Runde, auf zwei Babies im Haushalt und meine Augenringe hätte ihr die Erklärung dazu liefern können, aber nun gut...) Eine fast genau so große Menge ist zwischen den gierigen Zähnchen meines älteren Sohnes verschwunden. Das sehe ich gerne: ein Familienrezept, das schon meine Oma jedes Jahr zu Weihnachten gebacken hat, kommt bei ihrem Urenkel gut an.
Und bei ihrer Enkelin sowieso. Erstens schmecken diese Kekse (zumindest mir und ihm) wirklich sehr, sehr lecker. Zweitens gibt es nichts Vergleichbares zu kaufen: für mich beim Kekse backen immer ein wichtiger Punkt; ich käme nie auf die Idee, z.B. Spekulatius selbst zu backen, die ich ganz fabelhaft bei Edeka kaufen kann. Drittens halten sich die Kekse (wenn sie sich halten und nicht vorher bis auf die letzten Krümel verschwinden) bis in den Februar. Viertens bestehen sie aus einer Handvoll Zutaten, die man alle gut aufheben kann. Und fünftens (und gerade jetzt wichtigstens) sind sie vom Blech, das heißt, sie sind so schnell gebacken wie ein Kuchen. Kein Ausrollen, Ausstechen, Verzieren, mit Schokolade Glasieren usw.: man macht den Teig, streicht ihn (etwas mühsam, zugegeben) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und backt ihn, dann wird er noch heiß in Stücke geschnitten, fertig. Wobei...
Man braucht für ein Blech:
500 g Mehl
500 g Farinzucker (ich nehme braunen Zucker. Nicht Rohrzucker, sondern braunen Industriezucker.)
1 Teel. Backpulver
100 g weiche Butter
2 Eier Größe L (Raumtemperatur)
3 gehäufte EL Kakao
1 Teel. Zimt
1 Prise Nelken, gemahlen
250 g ganze Haselnüsse
125 g ganze Mandeln
1/8 l kaltes Wasser
Backofen auf 180° vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Mehl, Backpulver, Zucker, Butter und Eier in der Küchenmaschine mit dem Knethaken vermengen. Dann das kalte Wasser dazu kippen. Evtl. ein bisschen mehr Wasser nehmen, aber Vorsicht: lasst der Maschine einen Moment Zeit, nehmt nicht mehr, als ihr unbedingt braucht, damit ein sehr zäher Teig entsteht. Nimmt man zu viel, macht zwar das Ausstreichen auf dem Blech weniger Arbeit, aber die Kekse schmecken dann nicht so gut. Seid ihr mit der Konsistenz zufrieden, die restlichen Zutaten unterkneten. Den Teig so gut es geht gleichmäßig auf dem Backblech verteilen. (Ich weiß, er klebt.) Im Ofen ca. 45 min. auf mittlerer Schiene backen. An den Rändern wird das Ganze dann schon etwas dunkel. Aus dem Ofen nehmen, noch heiß den unregelmäßigen Rand abschneiden, den Rest in kleine Quadrate schneiden. Abkühlen lassen. Jetzt kommt es drauf an: die fertigen Kekse sollten sehr hart und knusprig sein. Sind sie noch weich, dann macht den Ofen noch mal an: ca. 80°, mit Umluft. Die Kekse locker auf einem Backblech verteilen und im Ofen noch mal nachtrocknen lassen. Dann in eine gut schließende Blechdose tun, die Blechdose am besten verstecken. (Das Versteck, das bei mir am besten funktionierte, war der Kofferraum meines Autos.)
Und bei ihrer Enkelin sowieso. Erstens schmecken diese Kekse (zumindest mir und ihm) wirklich sehr, sehr lecker. Zweitens gibt es nichts Vergleichbares zu kaufen: für mich beim Kekse backen immer ein wichtiger Punkt; ich käme nie auf die Idee, z.B. Spekulatius selbst zu backen, die ich ganz fabelhaft bei Edeka kaufen kann. Drittens halten sich die Kekse (wenn sie sich halten und nicht vorher bis auf die letzten Krümel verschwinden) bis in den Februar. Viertens bestehen sie aus einer Handvoll Zutaten, die man alle gut aufheben kann. Und fünftens (und gerade jetzt wichtigstens) sind sie vom Blech, das heißt, sie sind so schnell gebacken wie ein Kuchen. Kein Ausrollen, Ausstechen, Verzieren, mit Schokolade Glasieren usw.: man macht den Teig, streicht ihn (etwas mühsam, zugegeben) auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und backt ihn, dann wird er noch heiß in Stücke geschnitten, fertig. Wobei...
Man braucht für ein Blech:
500 g Mehl
500 g Farinzucker (ich nehme braunen Zucker. Nicht Rohrzucker, sondern braunen Industriezucker.)
1 Teel. Backpulver
100 g weiche Butter
2 Eier Größe L (Raumtemperatur)
3 gehäufte EL Kakao
1 Teel. Zimt
1 Prise Nelken, gemahlen
250 g ganze Haselnüsse
125 g ganze Mandeln
1/8 l kaltes Wasser
Backofen auf 180° vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Mehl, Backpulver, Zucker, Butter und Eier in der Küchenmaschine mit dem Knethaken vermengen. Dann das kalte Wasser dazu kippen. Evtl. ein bisschen mehr Wasser nehmen, aber Vorsicht: lasst der Maschine einen Moment Zeit, nehmt nicht mehr, als ihr unbedingt braucht, damit ein sehr zäher Teig entsteht. Nimmt man zu viel, macht zwar das Ausstreichen auf dem Blech weniger Arbeit, aber die Kekse schmecken dann nicht so gut. Seid ihr mit der Konsistenz zufrieden, die restlichen Zutaten unterkneten. Den Teig so gut es geht gleichmäßig auf dem Backblech verteilen. (Ich weiß, er klebt.) Im Ofen ca. 45 min. auf mittlerer Schiene backen. An den Rändern wird das Ganze dann schon etwas dunkel. Aus dem Ofen nehmen, noch heiß den unregelmäßigen Rand abschneiden, den Rest in kleine Quadrate schneiden. Abkühlen lassen. Jetzt kommt es drauf an: die fertigen Kekse sollten sehr hart und knusprig sein. Sind sie noch weich, dann macht den Ofen noch mal an: ca. 80°, mit Umluft. Die Kekse locker auf einem Backblech verteilen und im Ofen noch mal nachtrocknen lassen. Dann in eine gut schließende Blechdose tun, die Blechdose am besten verstecken. (Das Versteck, das bei mir am besten funktionierte, war der Kofferraum meines Autos.)
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Sonntag, 20. Januar 2013
Spinatspätzle
Dieses Essen hat meine Mutter eigentlich erst in ihr Repertoire aufgenommen, als ich schon so gut wie ausgezogen war und nur noch manchmal an Wochenenden zuhause gegessen habe. Ein Sonntagsessen ist es aber nicht. Trotzdem habe ich es in bester Erinnerung und habe fest vor, sobald mein Mann mit dieser dämlichen, drei-Sterne-meschuggenen Dukan-Diät durch ist, es endlich mal wieder nachzukochen. Eine Spätzlepresse habe ich immerhin.
Ich habe mir sagen lassen, man kann das mit ein bisschen Geschick auch mit einem nassen Brett und einem Messer, das Spätzleschaben. Ich habe aber leider noch nicht mal ein kleines bisschen Geschick, so traurig das auch ist. Ich habe mir außerdem sagen lassen, wenn man einen Spätzlehobel hat - so ein gelochtes Blech, auf dem ein Metallschlitten mit Teig hin- und hergeschoben wird, muss der Teig relativ dünnflüssig sein. So viel ich weiß, hat meine Mutter keine Presse, nur einen Hobel, dieser Teig müsste also Hobelkonsistenz haben. Für meine Presse nehme ich etwas weniger Sprudel und hoffe schwer, ich kriege das mit ein bisschen Gefühl hin.
Zutaten:
* 4 Tassen Mehl (ich glaube, meine Mutter nimmt da kein amerikanisches Cup-Maß, sondern einfach eine Tasse, etwas unter Teehumpen-Größe).
* 4 große Eier
* ca. 1 Tasse Sprudel (s.o.)
* 1 Tasse Tiefkühl-Blattspinat, aufgetaut und ausgedrückt, bis möglichst viel Flüssigkeit abgelaufen ist
* Salz, Pfeffer und Muskatnuss nach Geschmack
* Gekochter Schinken, gewürfelt
* 1 Becher Sahne, 1 Becher Weißwein
* Parmesan, gerieben
Aus Mehl, Eiern, Sprudel, Gewürzen und Spinat einen glatten, leicht zähen (zumindest für die Presse) Teig rühren. Den größten vorhandenen Topf mit Salzwasser aufsetzen und zum Kochen bringen, ein Nudelsieb in die Spüle stellen. Der Teig muss ein bisschen quellen, die Zeit, die das Wasser zum Kochen braucht, ist perfekt dafür.
Mit Hobel oder Presse Spätzle nach und nach ins kochende Wasser drücken, wenn sie aufsteigen, sind sie gar. Zwischendurch immer mal wieder heißes Wasser aus dem Wasserkocher nachgießen, die Spätzle schlucken sehr viel. Sahne und Weißwein zusammen aufkochen, mit Schinken vermischen, die fertigen Spätzle dazu. Kräftig pfeffern, evtl. nochmal Muskat dazu. Dann mit Parmesan bestreuen. Das Ganze im Ofen 10 Minuten überbacken. KO-Tropfen in Nudelform.
Dazu passt ein großer Kopfsalat oder Tomatensalat mit Schnittlauch im Dressing!
Ich habe mir sagen lassen, man kann das mit ein bisschen Geschick auch mit einem nassen Brett und einem Messer, das Spätzleschaben. Ich habe aber leider noch nicht mal ein kleines bisschen Geschick, so traurig das auch ist. Ich habe mir außerdem sagen lassen, wenn man einen Spätzlehobel hat - so ein gelochtes Blech, auf dem ein Metallschlitten mit Teig hin- und hergeschoben wird, muss der Teig relativ dünnflüssig sein. So viel ich weiß, hat meine Mutter keine Presse, nur einen Hobel, dieser Teig müsste also Hobelkonsistenz haben. Für meine Presse nehme ich etwas weniger Sprudel und hoffe schwer, ich kriege das mit ein bisschen Gefühl hin.
Zutaten:
* 4 Tassen Mehl (ich glaube, meine Mutter nimmt da kein amerikanisches Cup-Maß, sondern einfach eine Tasse, etwas unter Teehumpen-Größe).
* 4 große Eier
* ca. 1 Tasse Sprudel (s.o.)
* 1 Tasse Tiefkühl-Blattspinat, aufgetaut und ausgedrückt, bis möglichst viel Flüssigkeit abgelaufen ist
* Salz, Pfeffer und Muskatnuss nach Geschmack
* Gekochter Schinken, gewürfelt
* 1 Becher Sahne, 1 Becher Weißwein
* Parmesan, gerieben
Aus Mehl, Eiern, Sprudel, Gewürzen und Spinat einen glatten, leicht zähen (zumindest für die Presse) Teig rühren. Den größten vorhandenen Topf mit Salzwasser aufsetzen und zum Kochen bringen, ein Nudelsieb in die Spüle stellen. Der Teig muss ein bisschen quellen, die Zeit, die das Wasser zum Kochen braucht, ist perfekt dafür.
Mit Hobel oder Presse Spätzle nach und nach ins kochende Wasser drücken, wenn sie aufsteigen, sind sie gar. Zwischendurch immer mal wieder heißes Wasser aus dem Wasserkocher nachgießen, die Spätzle schlucken sehr viel. Sahne und Weißwein zusammen aufkochen, mit Schinken vermischen, die fertigen Spätzle dazu. Kräftig pfeffern, evtl. nochmal Muskat dazu. Dann mit Parmesan bestreuen. Das Ganze im Ofen 10 Minuten überbacken. KO-Tropfen in Nudelform.
Dazu passt ein großer Kopfsalat oder Tomatensalat mit Schnittlauch im Dressing!
Preiselbeerkuchen
Irgendwann zwischen acht und elf war dieser Kuchen mein Lieblingskuchen. Er ist durch die viele Preiselbeermarmelade unglaublich süß, jedenfalls zu süß für meinen Geschmack, aber die kühle Sahne obendrauf federt den Zuckerfaustschlag ins Gesicht schön ab. Sie war der Kuchen meiner Mutter, der einer Torte vielleicht am nächsten kam zu dieser Zeit.
Zutaten:
* 100 g weiche Butter
* 100 g Zucker
* 3 Eigelb
* 3 Eiweiß (mit anderen Worten, drei große, getrennte Eier)
* 2 Teel. Kakao
* 60 g Kaba (den Menschen ohne Kinder selten im Haus haben, Ovomaltine geht auch, und was nicht ist, kann ja noch werden...)
* 100 g gemahlene Haselnüsse
* 1 Teel. Backpulver
* 100 g Mehl
* 1 Glas eingemachte Preiselbeeren
* 400 ml Sahne, geschlagen
* Schokoraspeln (die aus bitterer Schokolade, die immer so weißlich anlaufen, nicht die glasierten Streusel)
Den Ofen auf 180° vorheizen, eine Springform fetten und mehlen.
Eiweiß sehr steif schlagen, die übrigen Zutaten von der Liste bis Mehl glattrühren. Eischnee unterheben. In der Springform 1/2 Stunde backen. (Die Backzeiten meiner Mutter kommen mir immer ein bisschen lang vor, ich würde nach 20 Minuten zum ersten Mal gucken, ob ein reingestecktes Stäbchen sauber bleibt.)
Auf dem abgekühlten, aus der Form gelösten Kuchen ein Glas Preiselbeeren verstreichen (nur oben, nicht auf den Seiten). Die Sahne darauf verteilen, nicht zu glatt streichen, sie sieht hübscher und wolkiger aus, wenn sie noch Zipfel und Täler bildet. Dann nach Geschmack Schokoraspeln darauf verteilen.
Zutaten:
* 100 g weiche Butter
* 100 g Zucker
* 3 Eigelb
* 3 Eiweiß (mit anderen Worten, drei große, getrennte Eier)
* 2 Teel. Kakao
* 60 g Kaba (den Menschen ohne Kinder selten im Haus haben, Ovomaltine geht auch, und was nicht ist, kann ja noch werden...)
* 100 g gemahlene Haselnüsse
* 1 Teel. Backpulver
* 100 g Mehl
* 1 Glas eingemachte Preiselbeeren
* 400 ml Sahne, geschlagen
* Schokoraspeln (die aus bitterer Schokolade, die immer so weißlich anlaufen, nicht die glasierten Streusel)
Den Ofen auf 180° vorheizen, eine Springform fetten und mehlen.
Eiweiß sehr steif schlagen, die übrigen Zutaten von der Liste bis Mehl glattrühren. Eischnee unterheben. In der Springform 1/2 Stunde backen. (Die Backzeiten meiner Mutter kommen mir immer ein bisschen lang vor, ich würde nach 20 Minuten zum ersten Mal gucken, ob ein reingestecktes Stäbchen sauber bleibt.)
Auf dem abgekühlten, aus der Form gelösten Kuchen ein Glas Preiselbeeren verstreichen (nur oben, nicht auf den Seiten). Die Sahne darauf verteilen, nicht zu glatt streichen, sie sieht hübscher und wolkiger aus, wenn sie noch Zipfel und Täler bildet. Dann nach Geschmack Schokoraspeln darauf verteilen.
Samstag, 19. Januar 2013
Russischer Apfelkuchen
Wieso russisch? Keine Ahnung. Er schmeckt jedenfalls schön winterlich-apfelig. Noch warm ist er sehr lecker mit einer Kugel Vanilleeis dazu, aber noch lieber mag ich ihn mit leicht süßer Schlagsahne.
Zutaten:
* 250 g weiche Butter
* 200 g Zucker
* 3 große Eier
* 1 EL Kakao
* 1 Teel Zimt
* 125 g gemahlene Haselnüsse
* 250 g Mehl
* 1 Päckchen Backpulver
* 3-6 mürbe Äpfel (ich nehme immer 5)
* 1-2 Schnapsgläschen brauner Rum, Brandy oder Calvados
Die Äpfel schälen, entkernen, würfeln und mit dem Rum vermischen. Ziehen lassen (am besten eine Stunde). Den Ofen auf 200° vorheizen. Alle übrigen Zutaten zu einem glatten Teig verrühren. Eine Springform mit Butter (z.B. aus dem Butterpapier) oder etwas Öl einfetten. Die Äpfel vorsichtig darunter heben, in die Form füllen, ca. 1 Stunde backen. Mit Puderzucker bestäuben.
ACHTUNG: Der Kuchen wird leicht zu dunkel. Wenn das passiert bevor er fertig ist, mit Backpapier abdecken und weiterbacken. Und nach 45 Minuten zum ersten Mal Stäbchenprobe, vielleicht ist er auch früher fertig.
Zutaten:
* 250 g weiche Butter
* 200 g Zucker
* 3 große Eier
* 1 EL Kakao
* 1 Teel Zimt
* 125 g gemahlene Haselnüsse
* 250 g Mehl
* 1 Päckchen Backpulver
* 3-6 mürbe Äpfel (ich nehme immer 5)
* 1-2 Schnapsgläschen brauner Rum, Brandy oder Calvados
Die Äpfel schälen, entkernen, würfeln und mit dem Rum vermischen. Ziehen lassen (am besten eine Stunde). Den Ofen auf 200° vorheizen. Alle übrigen Zutaten zu einem glatten Teig verrühren. Eine Springform mit Butter (z.B. aus dem Butterpapier) oder etwas Öl einfetten. Die Äpfel vorsichtig darunter heben, in die Form füllen, ca. 1 Stunde backen. Mit Puderzucker bestäuben.
ACHTUNG: Der Kuchen wird leicht zu dunkel. Wenn das passiert bevor er fertig ist, mit Backpapier abdecken und weiterbacken. Und nach 45 Minuten zum ersten Mal Stäbchenprobe, vielleicht ist er auch früher fertig.
Badische Porreesuppe
Diese Suppe gab es bei uns zuhause nicht als Familiensuppe, sondern für "erwachsene" Anlässe. Vermutlich, weil sie ziemlich kräftig nach Wein schmeckt. Aber seit ich ca. 13 bin, mag ich sie sehr gerne.
Zutaten:
* 4 Zwiebeln, gewürfelt
* 250 g Schinkenspeck, gewürfelt
* 500 g Porree, geputzt und in feine Ringe geschnitten
* 4 EL Öl
* 1 l Fleischbrühe (Rind)
* Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Cayennepfeffer
* 1 Becher saure Sahne
* 250 ml Weißwein
* 1 gehäufter EL Mehl, in etwas kaltem Wasser ohne Klumpen angerührt
Zwiebeln, Schinken und Porree im Öl andünsten, Brühe dazu, 20 Minuten kochen lassen. Mit den Gewürzen abschmecken, Saure Sahne dazu, mit dem angerührten Mehl verrühren und noch mal aufkochen lassen, damit sie bindet. Vor dem Servieren den Wein unterrühren, noch mal abschmecken. Viel Pfeffer!
Zutaten:
* 4 Zwiebeln, gewürfelt
* 250 g Schinkenspeck, gewürfelt
* 500 g Porree, geputzt und in feine Ringe geschnitten
* 4 EL Öl
* 1 l Fleischbrühe (Rind)
* Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Cayennepfeffer
* 1 Becher saure Sahne
* 250 ml Weißwein
* 1 gehäufter EL Mehl, in etwas kaltem Wasser ohne Klumpen angerührt
Zwiebeln, Schinken und Porree im Öl andünsten, Brühe dazu, 20 Minuten kochen lassen. Mit den Gewürzen abschmecken, Saure Sahne dazu, mit dem angerührten Mehl verrühren und noch mal aufkochen lassen, damit sie bindet. Vor dem Servieren den Wein unterrühren, noch mal abschmecken. Viel Pfeffer!
Kürbissuppe
Unten in der Küche steht ein Topf mit Rosinen und Rum auf dem Herd, gerade habe ich das aufgekocht, und jetzt muss es eine Stunde ziehen, bevor ich weitermachen kann mit Nigellas fabelhaftem Bananenkuchen für heute Abend. Davon ein andermal, mir ist nach Küchengemuckel, und weil in der Küche nichts zu muckeln ist, schreibe ich eben noch ein paar gesammelte Rezepte-Zettel ab, bevor sie wieder für Jahre verloren gehen.
Diese Kürbissuppe habe ich irgendwann mal bei meinen Eltern gegessen und fand, dass sie nicht den sonst leider viel zu oft vorkommenden ungelüftete-Jungs-Umkleidekabinen-Geschmack hat, den Kürbis leider sonst häufig hat. Irgendwann werde ich sie bestimmt mal nachkochen und am Rezept herumschrauben, aber so hat es mir jedenfalls meine Mutter gemailt.
Zutaten:
* 1 kg geschälter und gewürfelter Kürbis
* 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
* 1 Knoblauchzehe, gehackt
* 250 g geschälte und gewürfelte mehlige Kartoffeln
* 2,5 l Hühnerbrühe aus Pulver
* 3 EL Öl
* 3/4 Tasse (wie viel auch immer das sein soll) Orangensaft
* 3 Teel. Butter
* Creme fraiche nach Geschmack
* ein Schuss Sahne oder Milch
* Currypulver, Pfeffer
* Estragon (ich nehme frischen, ich könnte mir aber vorstellen, meine Mutter nimmt getrockneten - auf jeden Fall wäre ich sparsam damit, sonst riecht die Suppe, als hätte man sich beim Rasenmähen ins Kräuterbeet verfahren)
* frischer, geriebener Ingwer, ca. Walnussgroßes Stück
Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl anbraten, Kürbiswürfel und Kartoffel dazu, ein Schüsschen Wasser dazu, 5-7 Minuten dünsten.
1/2 l Wasser dazu, geriebenen Ingwer und Estragon. Noch mal 15 Minuten köcheln lassen, dann mit Zauberstab im Topf pürieren.
Creme fraiche, Sahne, Orangensaft, 3 Teel. Butter, Brühe und Gewürze dazu, evtl. am Ende mit gerösteten Kürbiskernen (in der trockenen Pfanne) garnieren.
Diese Kürbissuppe habe ich irgendwann mal bei meinen Eltern gegessen und fand, dass sie nicht den sonst leider viel zu oft vorkommenden ungelüftete-Jungs-Umkleidekabinen-Geschmack hat, den Kürbis leider sonst häufig hat. Irgendwann werde ich sie bestimmt mal nachkochen und am Rezept herumschrauben, aber so hat es mir jedenfalls meine Mutter gemailt.
Zutaten:
* 1 kg geschälter und gewürfelter Kürbis
* 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
* 1 Knoblauchzehe, gehackt
* 250 g geschälte und gewürfelte mehlige Kartoffeln
* 2,5 l Hühnerbrühe aus Pulver
* 3 EL Öl
* 3/4 Tasse (wie viel auch immer das sein soll) Orangensaft
* 3 Teel. Butter
* Creme fraiche nach Geschmack
* ein Schuss Sahne oder Milch
* Currypulver, Pfeffer
* Estragon (ich nehme frischen, ich könnte mir aber vorstellen, meine Mutter nimmt getrockneten - auf jeden Fall wäre ich sparsam damit, sonst riecht die Suppe, als hätte man sich beim Rasenmähen ins Kräuterbeet verfahren)
* frischer, geriebener Ingwer, ca. Walnussgroßes Stück
Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl anbraten, Kürbiswürfel und Kartoffel dazu, ein Schüsschen Wasser dazu, 5-7 Minuten dünsten.
1/2 l Wasser dazu, geriebenen Ingwer und Estragon. Noch mal 15 Minuten köcheln lassen, dann mit Zauberstab im Topf pürieren.
Creme fraiche, Sahne, Orangensaft, 3 Teel. Butter, Brühe und Gewürze dazu, evtl. am Ende mit gerösteten Kürbiskernen (in der trockenen Pfanne) garnieren.
Sonntag, 28. Oktober 2012
Haferflockenkekse
2009. Meine Schwiegermutter hatte Geburtstag und ich eine Idee: sie bekam von mir ein Keks-Abo. Ein Jahr lang habe ich ihr jeden Monat eine Blechbüchse mit selbstgebackenen Keksen befüllt. Nach ca. vier Monaten hatte sie sich so daran gewöhnt, dass sie auch jetzt noch gerne mal eine Blechbüchse mitbringt, wenn sie uns besucht, und sie mit viel Aufforderungscharakter auf den Esstisch stellt und da auch stehen lässt. Kein Problem: vorausgesetzt, ich muss es nicht zwischen irgendwelche wahnsinnig wichtigen Aufgaben quetschen, backe ich gerne (wenn auch eigentlich lieber Kuchen als Kekse - Kekse sind immer so eine heimelige Vorstellung, aber spätestens nach dem dritten Blech fängt es an zu nerven. Einen Kuchen rühre ich in einer Viertelstunde zusammen und lege mich dann 45 Minuten aufs Sofa, während er backt, bei Keksen darf man sich nicht wegrühren, und für eine Blechdose voll geht schon mal ein kompletter Sonntagnachmittag drauf). Das Problem sind also nicht die Kekse an sich. Sondern der irgendwann immer hartnäckiger vorgetragene Wunsch meiner Schwiegermutter nach Haferflockenkeksen. Die hatte ich noch nie gebacken, wozu auch, wenn es sie so lecker (wenn auch ein bisschen süß) bei IKEA gibt? Irgendwann habe ich nach einem Rezept gesucht und es ausprobiert. Ich war enttäuscht, meine Schwiegermutter begeistert. Die Kekse schmeckten wie ein alter Müesliriegel. Nicht gut. Also probierte ich ein anderes Rezept, diesmal aus den USA, dem Land, in dem Haferflockenkekse zumindest laut "Willkommen in Pleasantville" für heile Welt, Mädchen in gebügelten Kleidchen mit Pferdeschwanz und quietschsaubere Idylle stehen. Ich dachte, diesmal wird es was. Das Ergebnis schmeckte diesmal wie ein alter Müesliriegel aus einem dieser Reformhäuser, die schlecht riechen, und war wieder keine zehn Minuten Arbeit wert, geschweige denn die drei Stunden, die ich tatsächlich damit zugebracht hatte. Trotzdem haben beide Fehlschläge den Wunsch meiner Schwiegermutter nach noch mehr Haferflockenkeksen nur noch weiter anfeuern können. Jetzt habe ich ein Rezept auf chefkoch.de gefunden, ein bisschen daran herumgemuckelt, und siehe da: geht doch.
Ofen auf 175°, Ober- und Unterhitze, vorheizen
Zutaten:
200 g Butter
200 g Zucker
Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
1 großes Ei
250 g blütenzarte Haferflocken
100 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 große Prise Salz (perfekt ist eine große Prise Maldon)
Optional die abgeriebene Schale einer halben Zitrone (ich reibe natürlich keine halbe Zitrone ab, sondern eine ganze, aber schlampig)
Die weiche Butter (ich tue sie auf niedriger Stufe in die Microwelle, das mache ich beim Backen immer so, so lange sie nicht ausdrücklich kalt sein muss - hat noch immer funktioniert) mit dem Zucker und dem Salz verrühren, dann die anderen Zutaten unterrühren. Wenn die Butter weich ist, braucht man dazu noch nicht mal schweres Gerät, ein normaler Löffel tut es auch.
Ist der Ofen vorgeheizt, ein Backblech mit Backpapier auslegen, mit zwei Teelöffeln kleine (Weintraubengroß, würde ich sagen) Häufchen mit Abstand aufs Blech tun. Auf mittlerer Schiene backen, dabei nach spätestens fünf Minuten minütlich nachsehen, wie es ihnen geht. Verfärben sich die Ränder hellbraun, ist es so weit. Jetzt sind die Kekse noch ganz weich, deshalb stelle ich sie auf dem Blech auf einen Gitterrost und lasse sie erst zwei-drei Minuten abkühlen und hart werden, bevor ich sie mit einem Pfannenwender in ihre Büchse befördere.
Damit Schwung in die Kekswerkstatt kommt, nutze ich die ersten fünf Minuten im Ofen, um das nächste Blech fertig zu machen, und immer so weiter. Ihr habt doch zwei Bleche? Aus diesem Rezept sollten zwischen 60 und 80 Kekse werden - kleine, knusprige Flatscher. Wenn man die Zitrone weglässt und nervenstärker ist als ich, kann man sie natürlich auch noch mit geschmolzener Kuvertüre verzieren.
Ofen auf 175°, Ober- und Unterhitze, vorheizen
Zutaten:
200 g Butter
200 g Zucker
Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
1 großes Ei
250 g blütenzarte Haferflocken
100 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 große Prise Salz (perfekt ist eine große Prise Maldon)
Optional die abgeriebene Schale einer halben Zitrone (ich reibe natürlich keine halbe Zitrone ab, sondern eine ganze, aber schlampig)
Die weiche Butter (ich tue sie auf niedriger Stufe in die Microwelle, das mache ich beim Backen immer so, so lange sie nicht ausdrücklich kalt sein muss - hat noch immer funktioniert) mit dem Zucker und dem Salz verrühren, dann die anderen Zutaten unterrühren. Wenn die Butter weich ist, braucht man dazu noch nicht mal schweres Gerät, ein normaler Löffel tut es auch.
Ist der Ofen vorgeheizt, ein Backblech mit Backpapier auslegen, mit zwei Teelöffeln kleine (Weintraubengroß, würde ich sagen) Häufchen mit Abstand aufs Blech tun. Auf mittlerer Schiene backen, dabei nach spätestens fünf Minuten minütlich nachsehen, wie es ihnen geht. Verfärben sich die Ränder hellbraun, ist es so weit. Jetzt sind die Kekse noch ganz weich, deshalb stelle ich sie auf dem Blech auf einen Gitterrost und lasse sie erst zwei-drei Minuten abkühlen und hart werden, bevor ich sie mit einem Pfannenwender in ihre Büchse befördere.
Damit Schwung in die Kekswerkstatt kommt, nutze ich die ersten fünf Minuten im Ofen, um das nächste Blech fertig zu machen, und immer so weiter. Ihr habt doch zwei Bleche? Aus diesem Rezept sollten zwischen 60 und 80 Kekse werden - kleine, knusprige Flatscher. Wenn man die Zitrone weglässt und nervenstärker ist als ich, kann man sie natürlich auch noch mit geschmolzener Kuvertüre verzieren.
Freitag, 27. April 2012
Palatschinken
Die stammen nämlich aus einem uralten Kochbuch, das ich von meiner Oma geerbt habe, die es von ihrer Mutter geerbt hat. Es stammt aus Wien, und wenn man es beim Blättern hochkant hält, kann es passieren, dass zwischen den Seiten achtzig Jahre altes Mehl hervorrieselt. Geschrieben hat es "Küchenschef Franz Ruhm", zum Glück ist es nicht in Frakturschrift gesetzt, und es enthält neben diesem großartigen Pfannkuchenrezept auch Rezepte wie z.B. das für Erbsensuppe, in der ein Schweinerüssel mitgekocht werden soll. Auch sonst mangelt es nicht an Bäuscherln, Lüngerln und ähnlichem Gekröse, aber ich bin sicher, wenn ich mich dazu durchringen könnte, das zu probieren, wäre es bestimmt genau so gut wie diese Pfannkuchen.
Zutaten:
100 Gramm Mehl auf je ein mittelgroßes Ei ergeben drei dünne Pfannkuchen.
Wer mehr will, muss nicht rechnen können: 2 Eier auf 200 Gramm Mehl, 3 Eier auf 300 Gramm Mehl, 874 Eier auf 87400 Gramm Mehl.
Dazu pro Ei ein halber Esslöffel Zucker, eine ordentliche Prise Salz und ca. ein Glas Milch - die Milch vorsichtig und langsam zugeben und dabei mit dem Schneebesen rühren. Der Teig ist richtig, wenn ungefähr so flüssig ist wie Tomatensuppe aus der Dose, vielleicht ein bisschen fester. (Sag ich jetzt mal so. Irgendwas muss ich ja schreiben.) Es kommt aber zum Glück nicht allzusehr drauf an.
Ist der Teig fertig, sollte er noch mindestens eine halbe Stunde stehen, damit das Mehl aufquellen kann. Es schadet auch nichts, ihn abgedeckt über Nacht im Kühlschrank zu lassen, dann hat man morgens Pfannkuchen zum Frühstück, bevor man nur zwinkern kann.
Soll es losgehen, lasse ich ein kleines Stück Butter (ca. 1 Teelöffel) mit ein paar Tröpfchen Öl (damit es nicht anbrennt) in einer großen, gut eingebratenen Pfanne zerlaufen. (Auf meinem Herd stelle ich die Platte auf Stufe 7 von 9.) Wenn die Butter zu knistern anfängt, warte ich noch eine halbe Minute und tue dann eine kleine Suppenkelle voll Teig in die Pfanne. Dann halte ich die Pfanne schief, so dass der Teig sich ausbreitet und den kompletten Boden der Pfanne bedeckt. Ist der Pfannekuchen von unten goldgelb mit kleinen braunen Flecken (nachsehen mit einem Pfannenwender), kann man ihn umdrehen. Jetzt zeigt sich, ob die Pfanne wirklich gut eingebraten war, denn dann bleibt nichts kleben. Von der anderen Seite geht es schneller, meistens braucht er hier nicht länger als 20 Sekunden. Dann auf einen Teller tun, mit Zucker bestreuen, einrollen und den nächsten Pfannkuchen in Angriff nehmen. Neues Fett tue ich nur nach jedem zweiten Pfannkuchen in die Pfanne.
Zutaten:
100 Gramm Mehl auf je ein mittelgroßes Ei ergeben drei dünne Pfannkuchen.
Wer mehr will, muss nicht rechnen können: 2 Eier auf 200 Gramm Mehl, 3 Eier auf 300 Gramm Mehl, 874 Eier auf 87400 Gramm Mehl.
Dazu pro Ei ein halber Esslöffel Zucker, eine ordentliche Prise Salz und ca. ein Glas Milch - die Milch vorsichtig und langsam zugeben und dabei mit dem Schneebesen rühren. Der Teig ist richtig, wenn ungefähr so flüssig ist wie Tomatensuppe aus der Dose, vielleicht ein bisschen fester. (Sag ich jetzt mal so. Irgendwas muss ich ja schreiben.) Es kommt aber zum Glück nicht allzusehr drauf an.
Ist der Teig fertig, sollte er noch mindestens eine halbe Stunde stehen, damit das Mehl aufquellen kann. Es schadet auch nichts, ihn abgedeckt über Nacht im Kühlschrank zu lassen, dann hat man morgens Pfannkuchen zum Frühstück, bevor man nur zwinkern kann.
Soll es losgehen, lasse ich ein kleines Stück Butter (ca. 1 Teelöffel) mit ein paar Tröpfchen Öl (damit es nicht anbrennt) in einer großen, gut eingebratenen Pfanne zerlaufen. (Auf meinem Herd stelle ich die Platte auf Stufe 7 von 9.) Wenn die Butter zu knistern anfängt, warte ich noch eine halbe Minute und tue dann eine kleine Suppenkelle voll Teig in die Pfanne. Dann halte ich die Pfanne schief, so dass der Teig sich ausbreitet und den kompletten Boden der Pfanne bedeckt. Ist der Pfannekuchen von unten goldgelb mit kleinen braunen Flecken (nachsehen mit einem Pfannenwender), kann man ihn umdrehen. Jetzt zeigt sich, ob die Pfanne wirklich gut eingebraten war, denn dann bleibt nichts kleben. Von der anderen Seite geht es schneller, meistens braucht er hier nicht länger als 20 Sekunden. Dann auf einen Teller tun, mit Zucker bestreuen, einrollen und den nächsten Pfannkuchen in Angriff nehmen. Neues Fett tue ich nur nach jedem zweiten Pfannkuchen in die Pfanne.
Plätzchen, Tortenboden usw.
Obwohl ich bestimmt 40 Kochbücher habe, habe ich seit Jahren kein Rezept für Ausstecherle gefunden, das mich wirklich glücklich gemacht hat und die Mühe wert war. Es gab Teige, die waren zwar sehr gut, aber wirklich mies auszurollen und nie in einem Stück aufs Backblech zu kriegen; hinterher hätte kein Mensch mehr sagen können, ob dieser Keks ein Schwein, ein Schaf, ein Engel oder eine Wolke ist. Und dann gab es die, die so einfach zu handhaben waren, dass hinterher kein Krümel Teig auf der Tischplatte oder am Nudelholz klebte und ich mich schon fühlte wie ein Fließbandarbeiter, so zack-zack ging das, aber die fertigen Kekse schmeckten wie welche aus dem Supermarkt, die schon seit zwei Wochen in einer Schale in irgend einer trostlosen Büroküche herumstehen. Dann hatte ich Geburtstag, und weil es kurz vor Ostern war, hat meine Mutter mir zu meinem Geschenk auch eine große Dose mit selbstgebackenen Osterkeksen geschickt. Ich habe den ersten probiert und wusste sofort: Flora, du bist ein Vollhonk. Wieso ich nicht längst darauf gekommen war, meine Mutter mal um ihr Rezept anzuhauen, weiß kein Mensch. Aus diesem Teig wurden bei uns zuhause nicht nur Plätzchen, sondern auch Tortenböden - und so wenig ich sonst für Dosenobst und Tortenguss schwärme, die waren ziemlich lecker. Am liebsten mochte ich den mit Stachelbeeren aus dem Glas und Schlagsahne. Wie auch immer, dieser Teig kann alles: man kann ihn gut ausrollen, er ist keiner von der Sorte, die im Ofen um 14:01 noch kreidebleich und um 14:02 kohlschwarz sind, und er schmeckt richtig, richtig gut. Ungefähr so wie diese bretonischen Kekse oder richtig gutes Shortbread. Nicht zu sparsam mit dem Salz sein!
Zutaten:
210 Gramm Mehl
140 Gramm weiche Butter
70 Gramm Zucker
1 Eigelb
dicke, wirklich dicke Prise Salz
Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten; wie immer bei solchen Teigen kann das ein bisschen dauern. Ich fange immer mit den Knethaken vom Rührgerät an, stelle es irgendwann entnervt in die Ecke und mache zu Fuß (also mit den Händen auf einer sauberen Tischplatte kneten) weiter. Den Teig in Alufolie oder Frischhaltefolie wickeln und noch für mindestens anderthalb Stunden (gerne auch über Nacht) in den Kühlschrank legen. Dann portionsweise durchkneten, auf leicht bemehlter Platte ausrollen und ausstechen. Soll ein Tortenboden draus werden, die Form buttern und den Teig erst grob rund ausrollen, dann in die Form drücken. Ich habe meine Mutter nicht gefragt, aber könnte mir vorstellen, diese Teigmenge reicht für zwei Tortenböden.
Wie auch immer: die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180° im vorgeheizten Ofen (nicht Umluft, sondern normale Ober- und Unterhitze) backen, bis sie goldbraun sind. Das dauert bei mir so um die zehn Minuten, aber jeder Ofen ist anders, also vorsichtshalber nicht die Plätzchen in den Ofen schieben und dann am anderen Ende der Hütte irgend etwas anderes anfangen, sondern mit einer Tasse Tee daneben stehen bleiben, bis ihr die Zeit einigermaßen im Blut habt. Küchenwecker helfen da auch.
Zutaten:
210 Gramm Mehl
140 Gramm weiche Butter
70 Gramm Zucker
1 Eigelb
dicke, wirklich dicke Prise Salz
Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten; wie immer bei solchen Teigen kann das ein bisschen dauern. Ich fange immer mit den Knethaken vom Rührgerät an, stelle es irgendwann entnervt in die Ecke und mache zu Fuß (also mit den Händen auf einer sauberen Tischplatte kneten) weiter. Den Teig in Alufolie oder Frischhaltefolie wickeln und noch für mindestens anderthalb Stunden (gerne auch über Nacht) in den Kühlschrank legen. Dann portionsweise durchkneten, auf leicht bemehlter Platte ausrollen und ausstechen. Soll ein Tortenboden draus werden, die Form buttern und den Teig erst grob rund ausrollen, dann in die Form drücken. Ich habe meine Mutter nicht gefragt, aber könnte mir vorstellen, diese Teigmenge reicht für zwei Tortenböden.
Wie auch immer: die Plätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 180° im vorgeheizten Ofen (nicht Umluft, sondern normale Ober- und Unterhitze) backen, bis sie goldbraun sind. Das dauert bei mir so um die zehn Minuten, aber jeder Ofen ist anders, also vorsichtshalber nicht die Plätzchen in den Ofen schieben und dann am anderen Ende der Hütte irgend etwas anderes anfangen, sondern mit einer Tasse Tee daneben stehen bleiben, bis ihr die Zeit einigermaßen im Blut habt. Küchenwecker helfen da auch.
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Quark-Überraschungskuchen
Die extrem unspektakuläre ÜBERRASCHUNG!!! besteht darin, dass Mandarinchen im Kuchen versteckt sind. Dieser Kuchen war immer der Geburtstagskuchen meines Bruders: Rüblitorte für mich, Quark-Überraschungskuchen für ihn. Heute würde ich das umgekehrt machen. Dosenmandarinen sind eine Zutat, die man sonst immer nur in den Einkaufswagen von Greisinnen sieht (den gleichen, die auch geschälte Kartoffeln im Glas und Erbswurst kaufen), aber während man mich vermutlich nie eingemachte Kartoffeln kaufen sehen wird, sind die Mandarinchen eigentlich ziemlich lecker und ausdrücklich KEINE Notfall-Alternative zu frischen Mandarinen (die meistens nach gar nichts schmecken und voller Kerne sind).
Backofen auf 180-190° vorheizen.
Zutaten:
250 g Mehl
125 g Butter (Zimmertemperatur)
100 g Zucker
1 Ei
Zu einem Mürbeteig verkneten, den Boden und Rand einer gefetteten Springform damit auslegen. Das kann man elegant machen - 2/3 Teig zu einer runden Scheibe ausrollen, auf den Boden legen, Rest zu einem langen Streifen ausrollen und an den Rand drücken - oder, so wie ich, einfach Teigstück für Teigstück mit den Händen andrücken.
500 g Magerquark
80 g geschmolzene und leicht abgekühlte Butter
175 g Zucker
1 Vanillezucker
5 Eier, getrennt - dabei 1 Eigelb beiseite stellen
2 EL Mondamin (oder andere Speisestärke, hier ist NICHT der Fix-Saucen-Binder gemeint. Und ja, Mondamin ist schon wieder eine Zutat, die sonst nur Greisinnen kaufen. Betrachten wir diesen Kuchen als Preview auf Supermarktgänge im hohen Alter.)
1 Dose Mandarinen, abgetropft
Quark, Butter, Zucker, Vanillezucker, Mondamin und 4 Eigelb verrühren. 5 Eiweiß zu Eischnee schlagen, unterheben. Abgetropfte Mandarinchen dazu, alles zusammen in die ausgelegte Springform geben. Mit dem übrigen Eigelb bestreichen, 50-60 min. backen.
Backofen auf 180-190° vorheizen.
Zutaten:
250 g Mehl
125 g Butter (Zimmertemperatur)
100 g Zucker
1 Ei
Zu einem Mürbeteig verkneten, den Boden und Rand einer gefetteten Springform damit auslegen. Das kann man elegant machen - 2/3 Teig zu einer runden Scheibe ausrollen, auf den Boden legen, Rest zu einem langen Streifen ausrollen und an den Rand drücken - oder, so wie ich, einfach Teigstück für Teigstück mit den Händen andrücken.
500 g Magerquark
80 g geschmolzene und leicht abgekühlte Butter
175 g Zucker
1 Vanillezucker
5 Eier, getrennt - dabei 1 Eigelb beiseite stellen
2 EL Mondamin (oder andere Speisestärke, hier ist NICHT der Fix-Saucen-Binder gemeint. Und ja, Mondamin ist schon wieder eine Zutat, die sonst nur Greisinnen kaufen. Betrachten wir diesen Kuchen als Preview auf Supermarktgänge im hohen Alter.)
1 Dose Mandarinen, abgetropft
Quark, Butter, Zucker, Vanillezucker, Mondamin und 4 Eigelb verrühren. 5 Eiweiß zu Eischnee schlagen, unterheben. Abgetropfte Mandarinchen dazu, alles zusammen in die ausgelegte Springform geben. Mit dem übrigen Eigelb bestreichen, 50-60 min. backen.
Nusskuchen mit Schokolade
Eigentlich dient dieser Blog weniger zur Vebreitung von leckeren Rezepten, er ist mehr meine private Rezept-Cloud. Ein Ort, an dem die vielen Zettelchen mit Rezepten endlich nicht mehr verloren gehen. Dieses Rezept ist eine der Existenzberechtigungen: es klingt nach nicht viel, aber der Zettel war jetzt fünf Jahre lang verloren und ist erst letzte Woche beim Aufräumen alter Umzugskisten wieder aufgetaucht. Er lag irgendwo zwischen alten Telefonrechnungen und Versicherungsverträgen, und in all der Zeit habe ich mich mindestens acht mal nach diesem Kuchen gesehnt: Nüsse, und dazwischen kleine Brocken dunkle Schokolade, die sich auch drei Tage nach dem Backen noch so anfühlen, als hätten sie sich frisch aus dem Ofen gerade erst auf Zimmertemperatur abgekühlt. Yeiiii, Internet!
Den Ofen auf 200° vorheizen.
100 g bittere Schokolade, grob (wirklich grob!) gehackt
250 g Zucker
250 g weiche Butter
4 Eier
250 g Mehl
3 Teel. Backpulver
250 g gemahlene Haselnüsse
zu einem Rührteig vermischen. Eine Kastenform mit dem Butterpapier ausfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Den Teig so lange Backen, bis ein Holzstäbchen, das man in den Kuchen steckt, nicht mehr schmierig wird.
Den Ofen auf 200° vorheizen.
100 g bittere Schokolade, grob (wirklich grob!) gehackt
250 g Zucker
250 g weiche Butter
4 Eier
250 g Mehl
3 Teel. Backpulver
250 g gemahlene Haselnüsse
zu einem Rührteig vermischen. Eine Kastenform mit dem Butterpapier ausfetten und mit Paniermehl ausstreuen. Den Teig so lange Backen, bis ein Holzstäbchen, das man in den Kuchen steckt, nicht mehr schmierig wird.
Nusskranz
Noch einer der vielen Kuchen, die bei uns Zuhause mal in Mode waren und dann aus unerfindlichen Gründen nicht mehr. Der Kuchen ist ziemlich süß, aber ein Glas kalte Milch dazu ist wie immer das perfekte Gegengift.
Backofen auf 200° vorheizen.
Zutaten für den Teig:
300 g Mehl
2 TL Backpulver
100 g Zucker
1 Ei
2 EL Milch
125 g Butter
Zu einem Mürbeteig verkneten und zu einem Rechteck von 35 x 45 cm ausrollen. (Niemand muss sein Maßband herausholen, nur so übern Daumen.)
Zutaten für die Füllung:
200 g gemahlene Haselnüsse
100 g Zucker
4-5 Tropfen Bittermandelöl
1 Eiweiß
4-5 EL kaltes Wasser
Alle Zutaten vermischen, die Paste auf das Teig-Rechteck streichen, aufrollen und zum Kranz zusammenlegen. Mit dem Eigelb, das vom Eiweiß aus der Füllung übrig bleibt, bestreichen. 30-35 Minuten backen.
Backofen auf 200° vorheizen.
Zutaten für den Teig:
300 g Mehl
2 TL Backpulver
100 g Zucker
1 Ei
2 EL Milch
125 g Butter
Zu einem Mürbeteig verkneten und zu einem Rechteck von 35 x 45 cm ausrollen. (Niemand muss sein Maßband herausholen, nur so übern Daumen.)
Zutaten für die Füllung:
200 g gemahlene Haselnüsse
100 g Zucker
4-5 Tropfen Bittermandelöl
1 Eiweiß
4-5 EL kaltes Wasser
Alle Zutaten vermischen, die Paste auf das Teig-Rechteck streichen, aufrollen und zum Kranz zusammenlegen. Mit dem Eigelb, das vom Eiweiß aus der Füllung übrig bleibt, bestreichen. 30-35 Minuten backen.
Sonntag, 12. Juni 2011
Überbackener Fenchel
Wenn ich dieses Rezept nicht kennen würde, würde ich es niemals nachkochen. Ehrlich, Rindfleisch, Gouda und Dosenmilch? Im Ernst? Aber glaubt mir, es schmeckt. Sogar so gut, dass ich als Neunjährige in dieser Zusammenstellung bereit war, Fenchel zu essen. Was die Dosenmilch betrifft, würde ich es so machen wie beim Kochen mit Sardellen: einfach niemandem verraten, dass welche drin sind, und alle sind glücklich.
Zutaten:
4 Fenchelknollen
Salz
500 g Rouladenfleisch
2 Eßlöffel Öl
1 Zwiebel
Pfeffer
Paprikapulver
1/4 l kräftige Fleischbrühe
250 g Tomaten
100 g geriebener Gouda
2 Eigelb
4 EL Dosenmilch
Fenchelknollen putzen, waschen, der Länge nach halbieren, in 1/4 l Salzwasser 30 Minuten lang garen und abtropfen lassen. Den Ofen auf 210° vorheizen. Das Rouladenfleisch in Streifen wie für Geschnetzeltes schneiden. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen, die Zwiebel fein würfeln, Zwiebeln und Fleisch zusammen im Öl anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Die Fleischbrühe darübergießen und damit jedes Fitzelchen angebratenen Zwiebel- und Fleischsaft in der Pfanne lösen. Eine feuerfeste Form mit wenig Öl ausfetten, jetzt zuerst das Fleisch mit der Brühe einfüllen, dann die halbierten Tomaten und den Fenchel darauflegen. Käse, eigelb und Dosenmilch verrühren, über die Fenchelknollen verteilen. Im Backofen goldgelb überbacken. Dazu Baguette.
Zutaten:
4 Fenchelknollen
Salz
500 g Rouladenfleisch
2 Eßlöffel Öl
1 Zwiebel
Pfeffer
Paprikapulver
1/4 l kräftige Fleischbrühe
250 g Tomaten
100 g geriebener Gouda
2 Eigelb
4 EL Dosenmilch
Fenchelknollen putzen, waschen, der Länge nach halbieren, in 1/4 l Salzwasser 30 Minuten lang garen und abtropfen lassen. Den Ofen auf 210° vorheizen. Das Rouladenfleisch in Streifen wie für Geschnetzeltes schneiden. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen, die Zwiebel fein würfeln, Zwiebeln und Fleisch zusammen im Öl anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Die Fleischbrühe darübergießen und damit jedes Fitzelchen angebratenen Zwiebel- und Fleischsaft in der Pfanne lösen. Eine feuerfeste Form mit wenig Öl ausfetten, jetzt zuerst das Fleisch mit der Brühe einfüllen, dann die halbierten Tomaten und den Fenchel darauflegen. Käse, eigelb und Dosenmilch verrühren, über die Fenchelknollen verteilen. Im Backofen goldgelb überbacken. Dazu Baguette.
Donnerstag, 10. Februar 2011
Pasta mit (ärgs) Wirsing
Auf Wunsch einer einzelnen Dame poste ich nun dieses Rezept. Die Dame ist nicht meine Mutter, auch wenn die schon immer sehr für Wirsing zu haben war. Damit hatte sie es nicht leid, denn als Kind war für mich Wirsing die Höchststrafe. Jetzt bin ich erwachsen. Das hat viele Vorteile: ich darf wählen gehen, habe ein eigenes Bankkonto, darf aufbleiben, so lange ich will, und Sachen mögen, die ich als Kind gehasst habe. Muscheln z.B. oder Gorgonzola oder auch Wirsing.
Wobei ich, das gebe ich zu, noch nie in meinem Leben freiwillig einen Wirsing gekauft habe. Aber jetzt bin ich Abonnentin einer Bio-Gemüse-Kiste, und in einer, die Anfang Januar ankam, war ein kleiner Wirsingkopf. Auf der kalten Veranda hält das Zeug sich lange, aber auch nicht ewig, und ich fand, es war Zeit, ihn entweder wegzuwerfen und mich schlecht zu fühlen oder etwas Nettes damit anzufangen. Diese Pasta war das Ergebnis. Ich mag sie.
Zutaten:
1/2 Päckchen Linguine (von Barilla heißen die aus irgend einem Grund Bavette)
1 Kopf Wirsing
ca. 150 Gramm nicht zu magerer Speck am Stück
Parmesan (gerne eine olle Rinde, die niemand mehr will)
Salz
Knoblauchöl (oder, falls keins vorhanden, normales Öl, in dem man ein paar halbierte Knoblauchzehen heiß werden lässt, sie dann rausfischt und wegwirft)
Den Speck würfeln, dabei die Rinde und dicke Knorpel entsorgen. In einem großen Topf oder einer Pfanne mit hohem Rand in dem Knoblauchöl auslassen, bis er zwar knusprig, aber nicht zu dunkel geworden ist. Das geht (zumindest in meiner Küche) besser bei niedriger Temperatur. Währenddessen vom Wirsing die alleräußersten Blätter wegwerfen (keine Ahnung, ob das wirklich nötig ist), die anderen vom Kopf lösen, waschen und die dicke Rippe in der Mitte bei jedem Blatt rausschneiden. Die entrippten Blätter stapeln und in feine Streifen schneiden. Zu dem Speck in den Topf werfen, umrühren, bis alle Blätter mit Fett überzogen sind, und weiter bei niedriger Hitze brutzeln lassen. Nach vielleicht drei Minuten ein bisschen Wasser dazuschütten, den in grobe Stücke gebröckelten Parmesanrest dazugeben, den Deckel auf Topf (oder Pfanne) setzen und weiter schmurgeln lassen. Inzwischen einen großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Die Nudeln darin kochen, kurz bevor sie gar sind, eine Espressotasse voll Nudelkochwasser rausfischen und beiseite stellen. Die Nudeln abgießen, zu dem Wirsing, dem Speck und dem Parmesan schütten. Gut vermischen und evtl. mit einem Schuss Nudelwasser aus der Espressotasse geschmeidiger machen.
Also, bei mir hat's funktioniert.
Wobei ich, das gebe ich zu, noch nie in meinem Leben freiwillig einen Wirsing gekauft habe. Aber jetzt bin ich Abonnentin einer Bio-Gemüse-Kiste, und in einer, die Anfang Januar ankam, war ein kleiner Wirsingkopf. Auf der kalten Veranda hält das Zeug sich lange, aber auch nicht ewig, und ich fand, es war Zeit, ihn entweder wegzuwerfen und mich schlecht zu fühlen oder etwas Nettes damit anzufangen. Diese Pasta war das Ergebnis. Ich mag sie.
Zutaten:
1/2 Päckchen Linguine (von Barilla heißen die aus irgend einem Grund Bavette)
1 Kopf Wirsing
ca. 150 Gramm nicht zu magerer Speck am Stück
Parmesan (gerne eine olle Rinde, die niemand mehr will)
Salz
Knoblauchöl (oder, falls keins vorhanden, normales Öl, in dem man ein paar halbierte Knoblauchzehen heiß werden lässt, sie dann rausfischt und wegwirft)
Den Speck würfeln, dabei die Rinde und dicke Knorpel entsorgen. In einem großen Topf oder einer Pfanne mit hohem Rand in dem Knoblauchöl auslassen, bis er zwar knusprig, aber nicht zu dunkel geworden ist. Das geht (zumindest in meiner Küche) besser bei niedriger Temperatur. Währenddessen vom Wirsing die alleräußersten Blätter wegwerfen (keine Ahnung, ob das wirklich nötig ist), die anderen vom Kopf lösen, waschen und die dicke Rippe in der Mitte bei jedem Blatt rausschneiden. Die entrippten Blätter stapeln und in feine Streifen schneiden. Zu dem Speck in den Topf werfen, umrühren, bis alle Blätter mit Fett überzogen sind, und weiter bei niedriger Hitze brutzeln lassen. Nach vielleicht drei Minuten ein bisschen Wasser dazuschütten, den in grobe Stücke gebröckelten Parmesanrest dazugeben, den Deckel auf Topf (oder Pfanne) setzen und weiter schmurgeln lassen. Inzwischen einen großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen. Die Nudeln darin kochen, kurz bevor sie gar sind, eine Espressotasse voll Nudelkochwasser rausfischen und beiseite stellen. Die Nudeln abgießen, zu dem Wirsing, dem Speck und dem Parmesan schütten. Gut vermischen und evtl. mit einem Schuss Nudelwasser aus der Espressotasse geschmeidiger machen.
Also, bei mir hat's funktioniert.
Dienstag, 29. Juni 2010
Pasta Puttanesca
Ich glaube ja, dass diese Pasta deshalb Nuttenpasta heißt, weil man zum Essen am Besten obenrum so gut wie nackt ist. Denn all die groben Stücke in der Sauce sorgen dafür, dass beim Pastawickeln ziemlich viel spritzt und kleckert. Ich esse diese Pasta im BH auf dem Sofa und empfehle Euch, das genau so zu tun.
Zutaten:
Ein Paket Linguine
Eine Dose Pelati (Dosentomaten)
Ein paar Zweige Thymian, abgestreift
Zwei mit dem Messer geplättete, geschälte Knoblauchzehen
Ein halbes Glas Kapern
Eine Handvoll schwarze Oliven, am Besten mit Kern gekauft und dann entkernt
Vier-Fünf Sardellenfilets
Ein dicker Schuss Olivenöl
Ein noch dickerer Schuss Rotwein
Salz, Pfeffer
Frische Basilikumblätter, ca. 20
Parmesan, wer will
Nudelwasser aufsetzen.
Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen.
Entkernte Oliven, Thymian, Knoblauch, Kapern einrühren.
Dann die Sardellen dazu, bei etwas kleinerer Hitze schmilzen lassen.
Mit Rotwein ablöschen.
Die Tomaten ganz mit Saft dazuschütten, erst nach ca. 10 Minuten Kochzeit mit dem Pfannenwender zerdrücken.
Wenn das Nudelwasser kocht, kräftig salzen, dann Nudeln dazu. Die Nudeln nicht ganz bissfest kochen, sondern vorher abgießen, ein bisschen Nudelwasser mit einer Espressotasse auffangen.
Die Nudeln in die Pfanne zu der Sauce schütten, noch zwei-drei Minuten weiterköcheln lassen. Die Nudeln nehmen noch Sauce auf und werden gar.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, grob zerrupfte Basilikumblätter untermischen.
Wer möchte, kann noch Parmesan drüberreiben. Ich halte es mit der Regel, dass Pasta, in die Fisch kommt (und wenn es nur ein paar Sardellen sind) ohne Parmesan auskommt. Sollte die Pasta mit Sauce zu trocken sein, das aufgefangene Nudelwasser dazurühren.
Zutaten:
Ein Paket Linguine
Eine Dose Pelati (Dosentomaten)
Ein paar Zweige Thymian, abgestreift
Zwei mit dem Messer geplättete, geschälte Knoblauchzehen
Ein halbes Glas Kapern
Eine Handvoll schwarze Oliven, am Besten mit Kern gekauft und dann entkernt
Vier-Fünf Sardellenfilets
Ein dicker Schuss Olivenöl
Ein noch dickerer Schuss Rotwein
Salz, Pfeffer
Frische Basilikumblätter, ca. 20
Parmesan, wer will
Nudelwasser aufsetzen.
Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen.
Entkernte Oliven, Thymian, Knoblauch, Kapern einrühren.
Dann die Sardellen dazu, bei etwas kleinerer Hitze schmilzen lassen.
Mit Rotwein ablöschen.
Die Tomaten ganz mit Saft dazuschütten, erst nach ca. 10 Minuten Kochzeit mit dem Pfannenwender zerdrücken.
Wenn das Nudelwasser kocht, kräftig salzen, dann Nudeln dazu. Die Nudeln nicht ganz bissfest kochen, sondern vorher abgießen, ein bisschen Nudelwasser mit einer Espressotasse auffangen.
Die Nudeln in die Pfanne zu der Sauce schütten, noch zwei-drei Minuten weiterköcheln lassen. Die Nudeln nehmen noch Sauce auf und werden gar.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, grob zerrupfte Basilikumblätter untermischen.
Wer möchte, kann noch Parmesan drüberreiben. Ich halte es mit der Regel, dass Pasta, in die Fisch kommt (und wenn es nur ein paar Sardellen sind) ohne Parmesan auskommt. Sollte die Pasta mit Sauce zu trocken sein, das aufgefangene Nudelwasser dazurühren.
Samstag, 13. März 2010
Donauwellen
Wer in den 70ern und 80ern in einer Kleinstadt aufgewachsen ist, kennt Donauwellen. Die meisten von uns haben sie seitdem aber leider nicht mehr gegessen. Dieser Kuchen ist wirklich kein bisschen raffiniert, elegant, interessant oder außergewöhnlich. Er ist einfach nur lecker, und es ist eine Menge davon da. Abgesehen von diesen beiden Vorteilen spricht für ihn, dass die dunkle, glänzende Schokoladenoberfläche zum Schluss eine tolle Dekorationsfläche hergibt (wir haben mal aus einer Donauwelle einen Gutschein für ein Take That-Konzert gemacht, KREISCH!), dass er einfach zu machen ist und dass er dank der Creme im Kühlschrank mehrere Tage lang lecker bleibt. Die Riesenmenge macht ihn außerdem zum perfekten Büro-Geburtstagskuchen. Ich muss aber warnen: wenn doch was übrig bleibt und man ihn einfriert, dann leidet die Schokoschicht darunter.
Meine Mutter hat irgendwann aufgehört, Donauwellen zu backen, weil ihr das zu viel Arbeit war. Ich verstehe zwar, was sie meint, aber zu viel Arbeit ist es eigentlich nicht, die Arbeit zieht sich nur leider ein bisschen. Wer in letzter Sekunde noch einen Geburtstagskuchen braucht, soll entweder einen kaufen oder Brownies backen, die gehen blitzschnell. Bei diesem Kuchen muss man erst die Teige backen, dann die Creme daraufstreichen und ganz zum Schluss den Schokoguss auftragen, und zwischen all diesen Schritten muss eine gewisse Zeit vergehen, sonst wird es nichts. Das kann schon mal sechs-sieben Stunden dauern.
Eine Frage, die ich bis jetzt noch nicht endgültig klären konnte, ist die: wohin mit dem übrigen Palmin? Ich habe sonst keine Verwendung dafür, und so viele Donauwellen backe ich nicht. Im Kühlschrank fängt es aber wie jedes Fett früher oder später an, nach Kühlschrank zu riechen. Kann man es einfrieren? Vielleicht versuche ich das mal.
ACHTUNG, Warnhinweis: die Zutaten sind diesmal über das ganze Rezept verteilt, weil ich keine Lust hatte, im Rezept zu erläutern, welche Butter und welcher Zucker gerade gemeint sind. Also erst das ganze Rezept lesen, die Kirschen nicht übersehen und dann einkaufen gehen!
Zutaten für den Teig:
250 Gramm weiche Butter
200 Gramm Zucker
6 Eier (Größe L)
350 Gramm Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
2 Eßlöffel Kakao
etwas Milch
Den Ofen auf 175° vorheizen. Ein möglichst tiefes Backblech mit Backpapier auslegen.
Alle Zutaten bis auf Milch und Kakao verrühren. Die Hälfte des Teiges auf das Backblech streichen, dann den restlichen Teig mit Milch und Kakao verrühren und auf dem hellen Teig verteilen. Falls der Teig von Anfang an ziemlich fest sein sollte, kann auch schon vor dem Kakao etwas Milch dazu. (Aber nicht zu viel, sonst schmeckt der Kuchen langweilig!)
2 große Gläser Sauerkirschen in einem Sieb abtropfen lassen, die Kirschen auf dem Teig verteilen und mit den Fingern ein bisschen festdrücken. Dann das Ganze 20 bis 30 Minuten backen, nach 15 Minuten die erste Stäbchenprobe! Das Blech auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. Die Creme darf erst darauf verteilt werden, wenn der Kuchen auf Zimmertemperatur ist!
Zutaten für die Creme:
1 1/2 Liter Milch
4 Päckchen Puddingpulver Vanille
250 Gramm Zucker
1 Prise Salz
500 Gramm Butter in Stücken
2 Portionsstücke Palmin
Den Pudding wie auf der Packung angegeben kochen, nur eben mit mehr Pudding - das heißt, wir rühren das Puddingpulver mit etwas Milch und dem Zucker und Salz an, kochen den Rest der Milch auf, nehmen sie von der Kochplatte, rühren den angerührten Pudding ein und lassen das Ganze noch mal aufkochen. So lange der Pudding noch warm ist, die Butter und das Palmin einrühren. (Ich werfe immer das Ganze einfach in den Topf und komme fünf Minuten später wieder, wenn es geschmolzen ist. Zum Durchrühren nehme ich dann einen Pürierstab oder den Handmixer, man dreht sonst durch, weil es ewig dauert, bis Fett und Pudding vermischt sind.) Jetzt die Creme auf den abgekühlten Kuchen streichen. Diesmal muss der Kuchen samt Creme sogar noch kälter werden, also entweder im Winter auf den Balkon damit, oder in den Kühlschrank. Ich weiß natürlich nicht, ob das bei euch auch so ist, aber bei mir passt ein Backblech genau quer in ein Kühlschrankfach.
Zutaten für den Guss:
2 Tafeln Halbbitter-Schokolade (und für diesen Kuchen müssen wir ausnahmsweise mal nicht die feine 70%-Lindt kaufen, normale Zartbitter tut es auch)
1 Tafel Vollmilchschokolade
drei Portionsstückchen Palmin
Alle Zutaten zusammen schmelzen. (Ums Schokoladeschmelzen wird sonst viel Wirbel gemacht. Mir ist noch nie Schokolade angebrannt, und ich gehe manchmal sogar telefonieren, während sie auf dem Herd steht. Wenn Fett zusammen mit Schokolade schmilzt, ist es aber, so weit ich weiß, noch weniger brenzlig. Also nichts mit Wasserbad oder so, sondern nehmt einfach einen Kochtopf dafür und lasst die Temperatur möglichst niedrig. Alles wird gut.) Die dunkle, glänzende Mischung bis auf Handwärme abkühlen lassen (also so lange, bis ihr einen Finger reinstecken könnt und es sich nur noch lauwarm anfühlt). Das ist deshalb wichtig, weil sich sonst die heiße Schokolade mit der Creme vermischt und der Guss nicht schön glatt und dunkel, sondern marmoriert aussehen würde. Die handwarme Glasur auf dem Kuchen verteilen, kalt stellen. Wenn der Kuchen samt Glasur richtig kalt ist, könnt ihr die Oberfläche noch dekorieren: mit Zuckerschrift, mit Kerzen, mit...
Meine Mutter hat irgendwann aufgehört, Donauwellen zu backen, weil ihr das zu viel Arbeit war. Ich verstehe zwar, was sie meint, aber zu viel Arbeit ist es eigentlich nicht, die Arbeit zieht sich nur leider ein bisschen. Wer in letzter Sekunde noch einen Geburtstagskuchen braucht, soll entweder einen kaufen oder Brownies backen, die gehen blitzschnell. Bei diesem Kuchen muss man erst die Teige backen, dann die Creme daraufstreichen und ganz zum Schluss den Schokoguss auftragen, und zwischen all diesen Schritten muss eine gewisse Zeit vergehen, sonst wird es nichts. Das kann schon mal sechs-sieben Stunden dauern.
Eine Frage, die ich bis jetzt noch nicht endgültig klären konnte, ist die: wohin mit dem übrigen Palmin? Ich habe sonst keine Verwendung dafür, und so viele Donauwellen backe ich nicht. Im Kühlschrank fängt es aber wie jedes Fett früher oder später an, nach Kühlschrank zu riechen. Kann man es einfrieren? Vielleicht versuche ich das mal.
ACHTUNG, Warnhinweis: die Zutaten sind diesmal über das ganze Rezept verteilt, weil ich keine Lust hatte, im Rezept zu erläutern, welche Butter und welcher Zucker gerade gemeint sind. Also erst das ganze Rezept lesen, die Kirschen nicht übersehen und dann einkaufen gehen!
Zutaten für den Teig:
250 Gramm weiche Butter
200 Gramm Zucker
6 Eier (Größe L)
350 Gramm Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
2 Eßlöffel Kakao
etwas Milch
Den Ofen auf 175° vorheizen. Ein möglichst tiefes Backblech mit Backpapier auslegen.
Alle Zutaten bis auf Milch und Kakao verrühren. Die Hälfte des Teiges auf das Backblech streichen, dann den restlichen Teig mit Milch und Kakao verrühren und auf dem hellen Teig verteilen. Falls der Teig von Anfang an ziemlich fest sein sollte, kann auch schon vor dem Kakao etwas Milch dazu. (Aber nicht zu viel, sonst schmeckt der Kuchen langweilig!)
2 große Gläser Sauerkirschen in einem Sieb abtropfen lassen, die Kirschen auf dem Teig verteilen und mit den Fingern ein bisschen festdrücken. Dann das Ganze 20 bis 30 Minuten backen, nach 15 Minuten die erste Stäbchenprobe! Das Blech auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. Die Creme darf erst darauf verteilt werden, wenn der Kuchen auf Zimmertemperatur ist!
Zutaten für die Creme:
1 1/2 Liter Milch
4 Päckchen Puddingpulver Vanille
250 Gramm Zucker
1 Prise Salz
500 Gramm Butter in Stücken
2 Portionsstücke Palmin
Den Pudding wie auf der Packung angegeben kochen, nur eben mit mehr Pudding - das heißt, wir rühren das Puddingpulver mit etwas Milch und dem Zucker und Salz an, kochen den Rest der Milch auf, nehmen sie von der Kochplatte, rühren den angerührten Pudding ein und lassen das Ganze noch mal aufkochen. So lange der Pudding noch warm ist, die Butter und das Palmin einrühren. (Ich werfe immer das Ganze einfach in den Topf und komme fünf Minuten später wieder, wenn es geschmolzen ist. Zum Durchrühren nehme ich dann einen Pürierstab oder den Handmixer, man dreht sonst durch, weil es ewig dauert, bis Fett und Pudding vermischt sind.) Jetzt die Creme auf den abgekühlten Kuchen streichen. Diesmal muss der Kuchen samt Creme sogar noch kälter werden, also entweder im Winter auf den Balkon damit, oder in den Kühlschrank. Ich weiß natürlich nicht, ob das bei euch auch so ist, aber bei mir passt ein Backblech genau quer in ein Kühlschrankfach.
Zutaten für den Guss:
2 Tafeln Halbbitter-Schokolade (und für diesen Kuchen müssen wir ausnahmsweise mal nicht die feine 70%-Lindt kaufen, normale Zartbitter tut es auch)
1 Tafel Vollmilchschokolade
drei Portionsstückchen Palmin
Alle Zutaten zusammen schmelzen. (Ums Schokoladeschmelzen wird sonst viel Wirbel gemacht. Mir ist noch nie Schokolade angebrannt, und ich gehe manchmal sogar telefonieren, während sie auf dem Herd steht. Wenn Fett zusammen mit Schokolade schmilzt, ist es aber, so weit ich weiß, noch weniger brenzlig. Also nichts mit Wasserbad oder so, sondern nehmt einfach einen Kochtopf dafür und lasst die Temperatur möglichst niedrig. Alles wird gut.) Die dunkle, glänzende Mischung bis auf Handwärme abkühlen lassen (also so lange, bis ihr einen Finger reinstecken könnt und es sich nur noch lauwarm anfühlt). Das ist deshalb wichtig, weil sich sonst die heiße Schokolade mit der Creme vermischt und der Guss nicht schön glatt und dunkel, sondern marmoriert aussehen würde. Die handwarme Glasur auf dem Kuchen verteilen, kalt stellen. Wenn der Kuchen samt Glasur richtig kalt ist, könnt ihr die Oberfläche noch dekorieren: mit Zuckerschrift, mit Kerzen, mit...
Donnerstag, 4. März 2010
Wirsingauflauf mit Speck
Komme ich zu spät für die Wirsingsaison? Ich glaube nicht, in den Läden liegt jedenfalls noch alles voll mit den Biestern. Und nach allem, was man hört, ist der Winter noch längst nicht vorbei. Manchmal kann man für mieses Wetter dankbar sein: bei strahlendem Sonnenschein habe ich weder Lust auf Wirsing noch auf Erbsensuppe.
Diesen Auflauf gab es bei uns zuhause immer dann, wenn die Lust meiner Mutter auf Wirsing größer war als ihr Widerwillen gegen unser Gejammer und Gemaule. Sie liebte Wirsing, wir hassten ihn, aber angesichts dessen, dass wir damals so gut wie jedes Nahrungsmittel hassten, war es dann auch schon fast egal. Was uns an diesem Auflauf ein bisschen tröstete, war der knusprige Speck obendrauf. Deshalb gab es einmal echten Krach: meine Mutter war bei einem anderen Metzger als sonst gewesen, der ihr wässrigeren Speck verkauft hatte, und im Ofen schrumpften die Scheiben so dermaßen zusammen, dass es so aussah, als hätte jemand zwei Drittel davon weggefressen. Die Hauptverdächtige war ich. Bei tausend anderen Gelegenheiten wäre der Verdacht gerechtfertigt gewesen, diesmal nicht. Es gab Geschrei und wütendes Geheule, und ich war fürchterlich in meiner Ehre gekränkt. Erst zwanzig Jahre später hat meine Mutter mir geglaubt, dass ich das mit dem Speck damals tatsächlich nicht war - tausend andere Sachen ja, aber das nicht.
Zutaten:
800 Gramm Wirsing (tut mir wirklich leid, aber von den meisten Wirsingköpfen wird da was übrig bleiben - wie wärs mit Kohlrouladen am nächsten Tag?)
1 kg mehlig kochende Kartoffeln
Salz
Fett für die Form
2-3 Zehen Knoblauch (je nachdem, wie groß die Zehen sind und wie viel Knoblauch man mag), fein geschnitten
200 g mittelalter Gouda
200 g Sahne
2 Eier (Größe L)
Muskatnuss
Pfeffer
1/2 EL getrockneter Majoran
300-400 Gramm Schinkenspeck oder Bacon in dünnen Scheiben
Den Ofen auf 200° vorheizen (Ober- und Unterhitze).
Die Wirsingblätter vom Kopf lösen, waschen und in Stücke zupfen. In einer Salatschleuder trockenschleudern, oder falls ihr keine habt, mit einem sauberen Geschirrtuch trockentupfen.
Die Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden (ca. 3 mm dick). Zuerst die Kartoffelscheiben in Salzwasser aufkochen lassen, nach sechs Minuten mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben und den Wirsing in den Topf tun, ca. fünf Minuten kochen lassen. In die gefettete Auflaufform erst den Wirsing, dann die Kartoffeln füllen. Sahne, Gewürze, geriebenen Käse, Knoblauch und Eier mischen und über das Gemüse gießen. Nicht mit Gewürzen sparen, der Kohl und die Kartoffeln vertragen eine Menge! Allerdings beim Salz dran denken, dass noch der Speck dazukommt. 25 Minuten backen lassen, dann die Speckscheiben gleichmäßig auf den Auflauf ausbreiten und noch mal mindestens 20 Minuten backen - oder, bis der Speck schön braun und knusprig ist.
Diesen Auflauf gab es bei uns zuhause immer dann, wenn die Lust meiner Mutter auf Wirsing größer war als ihr Widerwillen gegen unser Gejammer und Gemaule. Sie liebte Wirsing, wir hassten ihn, aber angesichts dessen, dass wir damals so gut wie jedes Nahrungsmittel hassten, war es dann auch schon fast egal. Was uns an diesem Auflauf ein bisschen tröstete, war der knusprige Speck obendrauf. Deshalb gab es einmal echten Krach: meine Mutter war bei einem anderen Metzger als sonst gewesen, der ihr wässrigeren Speck verkauft hatte, und im Ofen schrumpften die Scheiben so dermaßen zusammen, dass es so aussah, als hätte jemand zwei Drittel davon weggefressen. Die Hauptverdächtige war ich. Bei tausend anderen Gelegenheiten wäre der Verdacht gerechtfertigt gewesen, diesmal nicht. Es gab Geschrei und wütendes Geheule, und ich war fürchterlich in meiner Ehre gekränkt. Erst zwanzig Jahre später hat meine Mutter mir geglaubt, dass ich das mit dem Speck damals tatsächlich nicht war - tausend andere Sachen ja, aber das nicht.
Zutaten:
800 Gramm Wirsing (tut mir wirklich leid, aber von den meisten Wirsingköpfen wird da was übrig bleiben - wie wärs mit Kohlrouladen am nächsten Tag?)
1 kg mehlig kochende Kartoffeln
Salz
Fett für die Form
2-3 Zehen Knoblauch (je nachdem, wie groß die Zehen sind und wie viel Knoblauch man mag), fein geschnitten
200 g mittelalter Gouda
200 g Sahne
2 Eier (Größe L)
Muskatnuss
Pfeffer
1/2 EL getrockneter Majoran
300-400 Gramm Schinkenspeck oder Bacon in dünnen Scheiben
Den Ofen auf 200° vorheizen (Ober- und Unterhitze).
Die Wirsingblätter vom Kopf lösen, waschen und in Stücke zupfen. In einer Salatschleuder trockenschleudern, oder falls ihr keine habt, mit einem sauberen Geschirrtuch trockentupfen.
Die Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden (ca. 3 mm dick). Zuerst die Kartoffelscheiben in Salzwasser aufkochen lassen, nach sechs Minuten mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben und den Wirsing in den Topf tun, ca. fünf Minuten kochen lassen. In die gefettete Auflaufform erst den Wirsing, dann die Kartoffeln füllen. Sahne, Gewürze, geriebenen Käse, Knoblauch und Eier mischen und über das Gemüse gießen. Nicht mit Gewürzen sparen, der Kohl und die Kartoffeln vertragen eine Menge! Allerdings beim Salz dran denken, dass noch der Speck dazukommt. 25 Minuten backen lassen, dann die Speckscheiben gleichmäßig auf den Auflauf ausbreiten und noch mal mindestens 20 Minuten backen - oder, bis der Speck schön braun und knusprig ist.
Donnerstag, 18. Februar 2010
Kirschplotzer (auch Hotzenplotz genannt)
Es gibt ein paar wirklich scheußliche Gerichte, die für mich für immer untrennbar mit Studenten verbunden sein werden. Als ich studiert habe, hatten Studenten z.B. die Angewohnheit, sich gegenseitig einzuladen zu selbstgebackener Pizza. Zentimeterdicker, fader blöder Teig, bedeckt von salzloser Tomatensauce, kiloweise Gouda, Mais, Broccoli und Salami. Nicht schön, gar nicht schön. Ich hatte damals eine Mitbewohnerin aus dem Hotzenwald (wie sie mir erklärt hat, ist das so ziemlich die finsterste Gegend des Schwarzwaldes), die meistens vegetarische Pasten für sich und ihren Freund zusammenrührte. Aber ab und zu machte sie auch diesen Kirschplotzer. Ich habe irgendwann angefangen, ein bisschen an dem Rezept zu schrauben, die Mandelstifte oder den Kakao hat sie z.B. nicht reingetan. Auch dieser Kuchen war eine ganze Weile lang der Stammgeburtstagskuchen, zumindest in der großen WG. Was auf jeden Fall für ihn sprach, war, dass man ihn zu jeder Jahreszeit und aus Zutaten machen konnte, die man auf Vorrat anschaffen kann - gut für Menschen, die gerne mal den ganzen Tag im Schlafanzug verbringen und denen nicht zugemutet werden kann, sich nur für einen Sprint zum Supermarkt anzuziehen. Außerdem kann man ihn notfalls im Halbschlaf backen, und er schmeckt wirklich, wirklich gut.
Ich habe ein paar mal davon gehört, dass es unter dem Namen Kirschplotzer auch einen süßen, warmen Auflauf mit Kirschen gibt. Wer weiß, vielleicht finde ich eines Tages mehr darüber raus? Hier ist jetzt jedenfalls erst mal der Kuchen. (Obwohl ich nichts gegen süße Aufläufe habe, gibt es in meinem Leben trotzdem mehr Verwendung für Kuchen. Ich glaube, den meisten geht es genau so.)
Zutaten:
200 Gramm weiche Butter (plus ein bisschen für die Form)
180 Gramm Zucker
4 große Eier
100 Gramm Blockschokolade
125 Gramm gemahlene Haselnüsse
1 Teelöffel Zimt
2 Eßlöffel Kakao
1 Prise Salz
140 Gramm Mehl
1 Teelöffel Backpulver
1 halbes Tütchen Mandelsplitter
1 großes Glas Schattenmorellen, abgetropft
Puderzucker zum Dekorieren
Den Ofen auf 180° vorheizen (Ober- und Unterhitze).
Butter und Zucker cremig verrühren, die Eier nacheinander dazurühren. Die Blockschokolade mit einem großen Messer in grobe Stückchen hacken, Schokolade, Nüsse, Zimt, Kakao, Salz und Mandelsplitter unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen, als letztes dazu. Wenn der Teig zu fest ist, kann auch noch ein kleiner Schuss Milch helfen.
Eine Springform mit Butter ausfetten. 2/3 des Teiges darin verstreichen, die Kirschen darauf verteilen und leicht in den Teig drücken. Dann den restlichen Teig darüberstreichen. Es macht überhaupt nichts, wenn einzelne Kirschen noch herauslugen!
Dann den Kuchen ca. 45 Minuten backen, nach 40 Minuten die erste Stäbchenprobe. (Ich habe auch schon Öfen erlebt, in denen der Kuchen fast eine Stunde gebraucht hat.)
Wenn der Kuchen abgekühlt ist, aus der Form lösen und mit Puderzucker bestäuben.
Ich habe ein paar mal davon gehört, dass es unter dem Namen Kirschplotzer auch einen süßen, warmen Auflauf mit Kirschen gibt. Wer weiß, vielleicht finde ich eines Tages mehr darüber raus? Hier ist jetzt jedenfalls erst mal der Kuchen. (Obwohl ich nichts gegen süße Aufläufe habe, gibt es in meinem Leben trotzdem mehr Verwendung für Kuchen. Ich glaube, den meisten geht es genau so.)
Zutaten:
200 Gramm weiche Butter (plus ein bisschen für die Form)
180 Gramm Zucker
4 große Eier
100 Gramm Blockschokolade
125 Gramm gemahlene Haselnüsse
1 Teelöffel Zimt
2 Eßlöffel Kakao
1 Prise Salz
140 Gramm Mehl
1 Teelöffel Backpulver
1 halbes Tütchen Mandelsplitter
1 großes Glas Schattenmorellen, abgetropft
Puderzucker zum Dekorieren
Den Ofen auf 180° vorheizen (Ober- und Unterhitze).
Butter und Zucker cremig verrühren, die Eier nacheinander dazurühren. Die Blockschokolade mit einem großen Messer in grobe Stückchen hacken, Schokolade, Nüsse, Zimt, Kakao, Salz und Mandelsplitter unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen, als letztes dazu. Wenn der Teig zu fest ist, kann auch noch ein kleiner Schuss Milch helfen.
Eine Springform mit Butter ausfetten. 2/3 des Teiges darin verstreichen, die Kirschen darauf verteilen und leicht in den Teig drücken. Dann den restlichen Teig darüberstreichen. Es macht überhaupt nichts, wenn einzelne Kirschen noch herauslugen!
Dann den Kuchen ca. 45 Minuten backen, nach 40 Minuten die erste Stäbchenprobe. (Ich habe auch schon Öfen erlebt, in denen der Kuchen fast eine Stunde gebraucht hat.)
Wenn der Kuchen abgekühlt ist, aus der Form lösen und mit Puderzucker bestäuben.
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