Dieses Essen hat meine Mutter eigentlich erst in ihr Repertoire aufgenommen, als ich schon so gut wie ausgezogen war und nur noch manchmal an Wochenenden zuhause gegessen habe. Ein Sonntagsessen ist es aber nicht. Trotzdem habe ich es in bester Erinnerung und habe fest vor, sobald mein Mann mit dieser dämlichen, drei-Sterne-meschuggenen Dukan-Diät durch ist, es endlich mal wieder nachzukochen. Eine Spätzlepresse habe ich immerhin.
Ich habe mir sagen lassen, man kann das mit ein bisschen Geschick auch mit einem nassen Brett und einem Messer, das Spätzleschaben. Ich habe aber leider noch nicht mal ein kleines bisschen Geschick, so traurig das auch ist. Ich habe mir außerdem sagen lassen, wenn man einen Spätzlehobel hat - so ein gelochtes Blech, auf dem ein Metallschlitten mit Teig hin- und hergeschoben wird, muss der Teig relativ dünnflüssig sein. So viel ich weiß, hat meine Mutter keine Presse, nur einen Hobel, dieser Teig müsste also Hobelkonsistenz haben. Für meine Presse nehme ich etwas weniger Sprudel und hoffe schwer, ich kriege das mit ein bisschen Gefühl hin.
Zutaten:
* 4 Tassen Mehl (ich glaube, meine Mutter nimmt da kein amerikanisches Cup-Maß, sondern einfach eine Tasse, etwas unter Teehumpen-Größe).
* 4 große Eier
* ca. 1 Tasse Sprudel (s.o.)
* 1 Tasse Tiefkühl-Blattspinat, aufgetaut und ausgedrückt, bis möglichst viel Flüssigkeit abgelaufen ist
* Salz, Pfeffer und Muskatnuss nach Geschmack
* Gekochter Schinken, gewürfelt
* 1 Becher Sahne, 1 Becher Weißwein
* Parmesan, gerieben
Aus Mehl, Eiern, Sprudel, Gewürzen und Spinat einen glatten, leicht zähen (zumindest für die Presse) Teig rühren. Den größten vorhandenen Topf mit Salzwasser aufsetzen und zum Kochen bringen, ein Nudelsieb in die Spüle stellen. Der Teig muss ein bisschen quellen, die Zeit, die das Wasser zum Kochen braucht, ist perfekt dafür.
Mit Hobel oder Presse Spätzle nach und nach ins kochende Wasser drücken, wenn sie aufsteigen, sind sie gar. Zwischendurch immer mal wieder heißes Wasser aus dem Wasserkocher nachgießen, die Spätzle schlucken sehr viel. Sahne und Weißwein zusammen aufkochen, mit Schinken vermischen, die fertigen Spätzle dazu. Kräftig pfeffern, evtl. nochmal Muskat dazu. Dann mit Parmesan bestreuen. Das Ganze im Ofen 10 Minuten überbacken. KO-Tropfen in Nudelform.
Dazu passt ein großer Kopfsalat oder Tomatensalat mit Schnittlauch im Dressing!
Sonntag, 20. Januar 2013
Preiselbeerkuchen
Irgendwann zwischen acht und elf war dieser Kuchen mein Lieblingskuchen. Er ist durch die viele Preiselbeermarmelade unglaublich süß, jedenfalls zu süß für meinen Geschmack, aber die kühle Sahne obendrauf federt den Zuckerfaustschlag ins Gesicht schön ab. Sie war der Kuchen meiner Mutter, der einer Torte vielleicht am nächsten kam zu dieser Zeit.
Zutaten:
* 100 g weiche Butter
* 100 g Zucker
* 3 Eigelb
* 3 Eiweiß (mit anderen Worten, drei große, getrennte Eier)
* 2 Teel. Kakao
* 60 g Kaba (den Menschen ohne Kinder selten im Haus haben, Ovomaltine geht auch, und was nicht ist, kann ja noch werden...)
* 100 g gemahlene Haselnüsse
* 1 Teel. Backpulver
* 100 g Mehl
* 1 Glas eingemachte Preiselbeeren
* 400 ml Sahne, geschlagen
* Schokoraspeln (die aus bitterer Schokolade, die immer so weißlich anlaufen, nicht die glasierten Streusel)
Den Ofen auf 180° vorheizen, eine Springform fetten und mehlen.
Eiweiß sehr steif schlagen, die übrigen Zutaten von der Liste bis Mehl glattrühren. Eischnee unterheben. In der Springform 1/2 Stunde backen. (Die Backzeiten meiner Mutter kommen mir immer ein bisschen lang vor, ich würde nach 20 Minuten zum ersten Mal gucken, ob ein reingestecktes Stäbchen sauber bleibt.)
Auf dem abgekühlten, aus der Form gelösten Kuchen ein Glas Preiselbeeren verstreichen (nur oben, nicht auf den Seiten). Die Sahne darauf verteilen, nicht zu glatt streichen, sie sieht hübscher und wolkiger aus, wenn sie noch Zipfel und Täler bildet. Dann nach Geschmack Schokoraspeln darauf verteilen.
Zutaten:
* 100 g weiche Butter
* 100 g Zucker
* 3 Eigelb
* 3 Eiweiß (mit anderen Worten, drei große, getrennte Eier)
* 2 Teel. Kakao
* 60 g Kaba (den Menschen ohne Kinder selten im Haus haben, Ovomaltine geht auch, und was nicht ist, kann ja noch werden...)
* 100 g gemahlene Haselnüsse
* 1 Teel. Backpulver
* 100 g Mehl
* 1 Glas eingemachte Preiselbeeren
* 400 ml Sahne, geschlagen
* Schokoraspeln (die aus bitterer Schokolade, die immer so weißlich anlaufen, nicht die glasierten Streusel)
Den Ofen auf 180° vorheizen, eine Springform fetten und mehlen.
Eiweiß sehr steif schlagen, die übrigen Zutaten von der Liste bis Mehl glattrühren. Eischnee unterheben. In der Springform 1/2 Stunde backen. (Die Backzeiten meiner Mutter kommen mir immer ein bisschen lang vor, ich würde nach 20 Minuten zum ersten Mal gucken, ob ein reingestecktes Stäbchen sauber bleibt.)
Auf dem abgekühlten, aus der Form gelösten Kuchen ein Glas Preiselbeeren verstreichen (nur oben, nicht auf den Seiten). Die Sahne darauf verteilen, nicht zu glatt streichen, sie sieht hübscher und wolkiger aus, wenn sie noch Zipfel und Täler bildet. Dann nach Geschmack Schokoraspeln darauf verteilen.
Samstag, 19. Januar 2013
Russischer Apfelkuchen
Wieso russisch? Keine Ahnung. Er schmeckt jedenfalls schön winterlich-apfelig. Noch warm ist er sehr lecker mit einer Kugel Vanilleeis dazu, aber noch lieber mag ich ihn mit leicht süßer Schlagsahne.
Zutaten:
* 250 g weiche Butter
* 200 g Zucker
* 3 große Eier
* 1 EL Kakao
* 1 Teel Zimt
* 125 g gemahlene Haselnüsse
* 250 g Mehl
* 1 Päckchen Backpulver
* 3-6 mürbe Äpfel (ich nehme immer 5)
* 1-2 Schnapsgläschen brauner Rum, Brandy oder Calvados
Die Äpfel schälen, entkernen, würfeln und mit dem Rum vermischen. Ziehen lassen (am besten eine Stunde). Den Ofen auf 200° vorheizen. Alle übrigen Zutaten zu einem glatten Teig verrühren. Eine Springform mit Butter (z.B. aus dem Butterpapier) oder etwas Öl einfetten. Die Äpfel vorsichtig darunter heben, in die Form füllen, ca. 1 Stunde backen. Mit Puderzucker bestäuben.
ACHTUNG: Der Kuchen wird leicht zu dunkel. Wenn das passiert bevor er fertig ist, mit Backpapier abdecken und weiterbacken. Und nach 45 Minuten zum ersten Mal Stäbchenprobe, vielleicht ist er auch früher fertig.
Zutaten:
* 250 g weiche Butter
* 200 g Zucker
* 3 große Eier
* 1 EL Kakao
* 1 Teel Zimt
* 125 g gemahlene Haselnüsse
* 250 g Mehl
* 1 Päckchen Backpulver
* 3-6 mürbe Äpfel (ich nehme immer 5)
* 1-2 Schnapsgläschen brauner Rum, Brandy oder Calvados
Die Äpfel schälen, entkernen, würfeln und mit dem Rum vermischen. Ziehen lassen (am besten eine Stunde). Den Ofen auf 200° vorheizen. Alle übrigen Zutaten zu einem glatten Teig verrühren. Eine Springform mit Butter (z.B. aus dem Butterpapier) oder etwas Öl einfetten. Die Äpfel vorsichtig darunter heben, in die Form füllen, ca. 1 Stunde backen. Mit Puderzucker bestäuben.
ACHTUNG: Der Kuchen wird leicht zu dunkel. Wenn das passiert bevor er fertig ist, mit Backpapier abdecken und weiterbacken. Und nach 45 Minuten zum ersten Mal Stäbchenprobe, vielleicht ist er auch früher fertig.
Badische Porreesuppe
Diese Suppe gab es bei uns zuhause nicht als Familiensuppe, sondern für "erwachsene" Anlässe. Vermutlich, weil sie ziemlich kräftig nach Wein schmeckt. Aber seit ich ca. 13 bin, mag ich sie sehr gerne.
Zutaten:
* 4 Zwiebeln, gewürfelt
* 250 g Schinkenspeck, gewürfelt
* 500 g Porree, geputzt und in feine Ringe geschnitten
* 4 EL Öl
* 1 l Fleischbrühe (Rind)
* Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Cayennepfeffer
* 1 Becher saure Sahne
* 250 ml Weißwein
* 1 gehäufter EL Mehl, in etwas kaltem Wasser ohne Klumpen angerührt
Zwiebeln, Schinken und Porree im Öl andünsten, Brühe dazu, 20 Minuten kochen lassen. Mit den Gewürzen abschmecken, Saure Sahne dazu, mit dem angerührten Mehl verrühren und noch mal aufkochen lassen, damit sie bindet. Vor dem Servieren den Wein unterrühren, noch mal abschmecken. Viel Pfeffer!
Zutaten:
* 4 Zwiebeln, gewürfelt
* 250 g Schinkenspeck, gewürfelt
* 500 g Porree, geputzt und in feine Ringe geschnitten
* 4 EL Öl
* 1 l Fleischbrühe (Rind)
* Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Cayennepfeffer
* 1 Becher saure Sahne
* 250 ml Weißwein
* 1 gehäufter EL Mehl, in etwas kaltem Wasser ohne Klumpen angerührt
Zwiebeln, Schinken und Porree im Öl andünsten, Brühe dazu, 20 Minuten kochen lassen. Mit den Gewürzen abschmecken, Saure Sahne dazu, mit dem angerührten Mehl verrühren und noch mal aufkochen lassen, damit sie bindet. Vor dem Servieren den Wein unterrühren, noch mal abschmecken. Viel Pfeffer!
Kürbissuppe
Unten in der Küche steht ein Topf mit Rosinen und Rum auf dem Herd, gerade habe ich das aufgekocht, und jetzt muss es eine Stunde ziehen, bevor ich weitermachen kann mit Nigellas fabelhaftem Bananenkuchen für heute Abend. Davon ein andermal, mir ist nach Küchengemuckel, und weil in der Küche nichts zu muckeln ist, schreibe ich eben noch ein paar gesammelte Rezepte-Zettel ab, bevor sie wieder für Jahre verloren gehen.
Diese Kürbissuppe habe ich irgendwann mal bei meinen Eltern gegessen und fand, dass sie nicht den sonst leider viel zu oft vorkommenden ungelüftete-Jungs-Umkleidekabinen-Geschmack hat, den Kürbis leider sonst häufig hat. Irgendwann werde ich sie bestimmt mal nachkochen und am Rezept herumschrauben, aber so hat es mir jedenfalls meine Mutter gemailt.
Zutaten:
* 1 kg geschälter und gewürfelter Kürbis
* 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
* 1 Knoblauchzehe, gehackt
* 250 g geschälte und gewürfelte mehlige Kartoffeln
* 2,5 l Hühnerbrühe aus Pulver
* 3 EL Öl
* 3/4 Tasse (wie viel auch immer das sein soll) Orangensaft
* 3 Teel. Butter
* Creme fraiche nach Geschmack
* ein Schuss Sahne oder Milch
* Currypulver, Pfeffer
* Estragon (ich nehme frischen, ich könnte mir aber vorstellen, meine Mutter nimmt getrockneten - auf jeden Fall wäre ich sparsam damit, sonst riecht die Suppe, als hätte man sich beim Rasenmähen ins Kräuterbeet verfahren)
* frischer, geriebener Ingwer, ca. Walnussgroßes Stück
Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl anbraten, Kürbiswürfel und Kartoffel dazu, ein Schüsschen Wasser dazu, 5-7 Minuten dünsten.
1/2 l Wasser dazu, geriebenen Ingwer und Estragon. Noch mal 15 Minuten köcheln lassen, dann mit Zauberstab im Topf pürieren.
Creme fraiche, Sahne, Orangensaft, 3 Teel. Butter, Brühe und Gewürze dazu, evtl. am Ende mit gerösteten Kürbiskernen (in der trockenen Pfanne) garnieren.
Diese Kürbissuppe habe ich irgendwann mal bei meinen Eltern gegessen und fand, dass sie nicht den sonst leider viel zu oft vorkommenden ungelüftete-Jungs-Umkleidekabinen-Geschmack hat, den Kürbis leider sonst häufig hat. Irgendwann werde ich sie bestimmt mal nachkochen und am Rezept herumschrauben, aber so hat es mir jedenfalls meine Mutter gemailt.
Zutaten:
* 1 kg geschälter und gewürfelter Kürbis
* 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
* 1 Knoblauchzehe, gehackt
* 250 g geschälte und gewürfelte mehlige Kartoffeln
* 2,5 l Hühnerbrühe aus Pulver
* 3 EL Öl
* 3/4 Tasse (wie viel auch immer das sein soll) Orangensaft
* 3 Teel. Butter
* Creme fraiche nach Geschmack
* ein Schuss Sahne oder Milch
* Currypulver, Pfeffer
* Estragon (ich nehme frischen, ich könnte mir aber vorstellen, meine Mutter nimmt getrockneten - auf jeden Fall wäre ich sparsam damit, sonst riecht die Suppe, als hätte man sich beim Rasenmähen ins Kräuterbeet verfahren)
* frischer, geriebener Ingwer, ca. Walnussgroßes Stück
Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl anbraten, Kürbiswürfel und Kartoffel dazu, ein Schüsschen Wasser dazu, 5-7 Minuten dünsten.
1/2 l Wasser dazu, geriebenen Ingwer und Estragon. Noch mal 15 Minuten köcheln lassen, dann mit Zauberstab im Topf pürieren.
Creme fraiche, Sahne, Orangensaft, 3 Teel. Butter, Brühe und Gewürze dazu, evtl. am Ende mit gerösteten Kürbiskernen (in der trockenen Pfanne) garnieren.
Sonntag, 28. Oktober 2012
Haferflockenkekse
2009. Meine Schwiegermutter hatte Geburtstag und ich eine Idee: sie bekam von mir ein Keks-Abo. Ein Jahr lang habe ich ihr jeden Monat eine Blechbüchse mit selbstgebackenen Keksen befüllt. Nach ca. vier Monaten hatte sie sich so daran gewöhnt, dass sie auch jetzt noch gerne mal eine Blechbüchse mitbringt, wenn sie uns besucht, und sie mit viel Aufforderungscharakter auf den Esstisch stellt und da auch stehen lässt. Kein Problem: vorausgesetzt, ich muss es nicht zwischen irgendwelche wahnsinnig wichtigen Aufgaben quetschen, backe ich gerne (wenn auch eigentlich lieber Kuchen als Kekse - Kekse sind immer so eine heimelige Vorstellung, aber spätestens nach dem dritten Blech fängt es an zu nerven. Einen Kuchen rühre ich in einer Viertelstunde zusammen und lege mich dann 45 Minuten aufs Sofa, während er backt, bei Keksen darf man sich nicht wegrühren, und für eine Blechdose voll geht schon mal ein kompletter Sonntagnachmittag drauf). Das Problem sind also nicht die Kekse an sich. Sondern der irgendwann immer hartnäckiger vorgetragene Wunsch meiner Schwiegermutter nach Haferflockenkeksen. Die hatte ich noch nie gebacken, wozu auch, wenn es sie so lecker (wenn auch ein bisschen süß) bei IKEA gibt? Irgendwann habe ich nach einem Rezept gesucht und es ausprobiert. Ich war enttäuscht, meine Schwiegermutter begeistert. Die Kekse schmeckten wie ein alter Müesliriegel. Nicht gut. Also probierte ich ein anderes Rezept, diesmal aus den USA, dem Land, in dem Haferflockenkekse zumindest laut "Willkommen in Pleasantville" für heile Welt, Mädchen in gebügelten Kleidchen mit Pferdeschwanz und quietschsaubere Idylle stehen. Ich dachte, diesmal wird es was. Das Ergebnis schmeckte diesmal wie ein alter Müesliriegel aus einem dieser Reformhäuser, die schlecht riechen, und war wieder keine zehn Minuten Arbeit wert, geschweige denn die drei Stunden, die ich tatsächlich damit zugebracht hatte. Trotzdem haben beide Fehlschläge den Wunsch meiner Schwiegermutter nach noch mehr Haferflockenkeksen nur noch weiter anfeuern können. Jetzt habe ich ein Rezept auf chefkoch.de gefunden, ein bisschen daran herumgemuckelt, und siehe da: geht doch.
Ofen auf 175°, Ober- und Unterhitze, vorheizen
Zutaten:
200 g Butter
200 g Zucker
Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
1 großes Ei
250 g blütenzarte Haferflocken
100 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 große Prise Salz (perfekt ist eine große Prise Maldon)
Optional die abgeriebene Schale einer halben Zitrone (ich reibe natürlich keine halbe Zitrone ab, sondern eine ganze, aber schlampig)
Die weiche Butter (ich tue sie auf niedriger Stufe in die Microwelle, das mache ich beim Backen immer so, so lange sie nicht ausdrücklich kalt sein muss - hat noch immer funktioniert) mit dem Zucker und dem Salz verrühren, dann die anderen Zutaten unterrühren. Wenn die Butter weich ist, braucht man dazu noch nicht mal schweres Gerät, ein normaler Löffel tut es auch.
Ist der Ofen vorgeheizt, ein Backblech mit Backpapier auslegen, mit zwei Teelöffeln kleine (Weintraubengroß, würde ich sagen) Häufchen mit Abstand aufs Blech tun. Auf mittlerer Schiene backen, dabei nach spätestens fünf Minuten minütlich nachsehen, wie es ihnen geht. Verfärben sich die Ränder hellbraun, ist es so weit. Jetzt sind die Kekse noch ganz weich, deshalb stelle ich sie auf dem Blech auf einen Gitterrost und lasse sie erst zwei-drei Minuten abkühlen und hart werden, bevor ich sie mit einem Pfannenwender in ihre Büchse befördere.
Damit Schwung in die Kekswerkstatt kommt, nutze ich die ersten fünf Minuten im Ofen, um das nächste Blech fertig zu machen, und immer so weiter. Ihr habt doch zwei Bleche? Aus diesem Rezept sollten zwischen 60 und 80 Kekse werden - kleine, knusprige Flatscher. Wenn man die Zitrone weglässt und nervenstärker ist als ich, kann man sie natürlich auch noch mit geschmolzener Kuvertüre verzieren.
Ofen auf 175°, Ober- und Unterhitze, vorheizen
Zutaten:
200 g Butter
200 g Zucker
Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
1 großes Ei
250 g blütenzarte Haferflocken
100 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 große Prise Salz (perfekt ist eine große Prise Maldon)
Optional die abgeriebene Schale einer halben Zitrone (ich reibe natürlich keine halbe Zitrone ab, sondern eine ganze, aber schlampig)
Die weiche Butter (ich tue sie auf niedriger Stufe in die Microwelle, das mache ich beim Backen immer so, so lange sie nicht ausdrücklich kalt sein muss - hat noch immer funktioniert) mit dem Zucker und dem Salz verrühren, dann die anderen Zutaten unterrühren. Wenn die Butter weich ist, braucht man dazu noch nicht mal schweres Gerät, ein normaler Löffel tut es auch.
Ist der Ofen vorgeheizt, ein Backblech mit Backpapier auslegen, mit zwei Teelöffeln kleine (Weintraubengroß, würde ich sagen) Häufchen mit Abstand aufs Blech tun. Auf mittlerer Schiene backen, dabei nach spätestens fünf Minuten minütlich nachsehen, wie es ihnen geht. Verfärben sich die Ränder hellbraun, ist es so weit. Jetzt sind die Kekse noch ganz weich, deshalb stelle ich sie auf dem Blech auf einen Gitterrost und lasse sie erst zwei-drei Minuten abkühlen und hart werden, bevor ich sie mit einem Pfannenwender in ihre Büchse befördere.
Damit Schwung in die Kekswerkstatt kommt, nutze ich die ersten fünf Minuten im Ofen, um das nächste Blech fertig zu machen, und immer so weiter. Ihr habt doch zwei Bleche? Aus diesem Rezept sollten zwischen 60 und 80 Kekse werden - kleine, knusprige Flatscher. Wenn man die Zitrone weglässt und nervenstärker ist als ich, kann man sie natürlich auch noch mit geschmolzener Kuvertüre verzieren.
Freitag, 27. April 2012
Palatschinken
Die stammen nämlich aus einem uralten Kochbuch, das ich von meiner Oma geerbt habe, die es von ihrer Mutter geerbt hat. Es stammt aus Wien, und wenn man es beim Blättern hochkant hält, kann es passieren, dass zwischen den Seiten achtzig Jahre altes Mehl hervorrieselt. Geschrieben hat es "Küchenschef Franz Ruhm", zum Glück ist es nicht in Frakturschrift gesetzt, und es enthält neben diesem großartigen Pfannkuchenrezept auch Rezepte wie z.B. das für Erbsensuppe, in der ein Schweinerüssel mitgekocht werden soll. Auch sonst mangelt es nicht an Bäuscherln, Lüngerln und ähnlichem Gekröse, aber ich bin sicher, wenn ich mich dazu durchringen könnte, das zu probieren, wäre es bestimmt genau so gut wie diese Pfannkuchen.
Zutaten:
100 Gramm Mehl auf je ein mittelgroßes Ei ergeben drei dünne Pfannkuchen.
Wer mehr will, muss nicht rechnen können: 2 Eier auf 200 Gramm Mehl, 3 Eier auf 300 Gramm Mehl, 874 Eier auf 87400 Gramm Mehl.
Dazu pro Ei ein halber Esslöffel Zucker, eine ordentliche Prise Salz und ca. ein Glas Milch - die Milch vorsichtig und langsam zugeben und dabei mit dem Schneebesen rühren. Der Teig ist richtig, wenn ungefähr so flüssig ist wie Tomatensuppe aus der Dose, vielleicht ein bisschen fester. (Sag ich jetzt mal so. Irgendwas muss ich ja schreiben.) Es kommt aber zum Glück nicht allzusehr drauf an.
Ist der Teig fertig, sollte er noch mindestens eine halbe Stunde stehen, damit das Mehl aufquellen kann. Es schadet auch nichts, ihn abgedeckt über Nacht im Kühlschrank zu lassen, dann hat man morgens Pfannkuchen zum Frühstück, bevor man nur zwinkern kann.
Soll es losgehen, lasse ich ein kleines Stück Butter (ca. 1 Teelöffel) mit ein paar Tröpfchen Öl (damit es nicht anbrennt) in einer großen, gut eingebratenen Pfanne zerlaufen. (Auf meinem Herd stelle ich die Platte auf Stufe 7 von 9.) Wenn die Butter zu knistern anfängt, warte ich noch eine halbe Minute und tue dann eine kleine Suppenkelle voll Teig in die Pfanne. Dann halte ich die Pfanne schief, so dass der Teig sich ausbreitet und den kompletten Boden der Pfanne bedeckt. Ist der Pfannekuchen von unten goldgelb mit kleinen braunen Flecken (nachsehen mit einem Pfannenwender), kann man ihn umdrehen. Jetzt zeigt sich, ob die Pfanne wirklich gut eingebraten war, denn dann bleibt nichts kleben. Von der anderen Seite geht es schneller, meistens braucht er hier nicht länger als 20 Sekunden. Dann auf einen Teller tun, mit Zucker bestreuen, einrollen und den nächsten Pfannkuchen in Angriff nehmen. Neues Fett tue ich nur nach jedem zweiten Pfannkuchen in die Pfanne.
Zutaten:
100 Gramm Mehl auf je ein mittelgroßes Ei ergeben drei dünne Pfannkuchen.
Wer mehr will, muss nicht rechnen können: 2 Eier auf 200 Gramm Mehl, 3 Eier auf 300 Gramm Mehl, 874 Eier auf 87400 Gramm Mehl.
Dazu pro Ei ein halber Esslöffel Zucker, eine ordentliche Prise Salz und ca. ein Glas Milch - die Milch vorsichtig und langsam zugeben und dabei mit dem Schneebesen rühren. Der Teig ist richtig, wenn ungefähr so flüssig ist wie Tomatensuppe aus der Dose, vielleicht ein bisschen fester. (Sag ich jetzt mal so. Irgendwas muss ich ja schreiben.) Es kommt aber zum Glück nicht allzusehr drauf an.
Ist der Teig fertig, sollte er noch mindestens eine halbe Stunde stehen, damit das Mehl aufquellen kann. Es schadet auch nichts, ihn abgedeckt über Nacht im Kühlschrank zu lassen, dann hat man morgens Pfannkuchen zum Frühstück, bevor man nur zwinkern kann.
Soll es losgehen, lasse ich ein kleines Stück Butter (ca. 1 Teelöffel) mit ein paar Tröpfchen Öl (damit es nicht anbrennt) in einer großen, gut eingebratenen Pfanne zerlaufen. (Auf meinem Herd stelle ich die Platte auf Stufe 7 von 9.) Wenn die Butter zu knistern anfängt, warte ich noch eine halbe Minute und tue dann eine kleine Suppenkelle voll Teig in die Pfanne. Dann halte ich die Pfanne schief, so dass der Teig sich ausbreitet und den kompletten Boden der Pfanne bedeckt. Ist der Pfannekuchen von unten goldgelb mit kleinen braunen Flecken (nachsehen mit einem Pfannenwender), kann man ihn umdrehen. Jetzt zeigt sich, ob die Pfanne wirklich gut eingebraten war, denn dann bleibt nichts kleben. Von der anderen Seite geht es schneller, meistens braucht er hier nicht länger als 20 Sekunden. Dann auf einen Teller tun, mit Zucker bestreuen, einrollen und den nächsten Pfannkuchen in Angriff nehmen. Neues Fett tue ich nur nach jedem zweiten Pfannkuchen in die Pfanne.
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